So., 24.11.2019

Neues Gebäude der Feuerwehren und der Rettungswache in Levern wird übergeben In dieses Haus ziehen Lebensretter ein

Links im Leverner Gerätehaus ziehen die Löschgruppen ein, rechts daneben befindet sich die Rettungswache.

Links im Leverner Gerätehaus ziehen die Löschgruppen ein, rechts daneben befindet sich die Rettungswache. Foto: Dieter Wehbrink

Stemwede (weh). Wenn am Samstag, 30. November, 16 Uhr, die offizielle Schlüsselübergabe für das Feuerwehrgerätehaus in Levern erfolgt, wird das größte von fünf gleichzeitig gebauten Objekten der Gemeinde Stemwede in den Betrieb gehen.

Wer sich das Gebäude nahe der L 770 anschaut und es mit den neuen Gerätehäusern für Destel, Haldem/Arrenkamp, Dielingen/Drohne und Wehdem/Westrup vergleicht, wird feststellen, dass es viel größer ist als die anderen. Kein Wunder: In Levern ist die neue »Rettungswache Rahden« des Kreises Minden-Lübbecke angegliedert, der als Mieter auftritt. Der Kreis wird hier im Schichtdienst 32 Mitarbeiter sowie fünf Auszubildende zum Notfallsanitäter beschäftigen. Zudem ziehen mit Levern, Sundern und Niedermehnen gleich drei Löschgruppen im Zuge der Zusammenlegung ein – mit insgesamt 91 aktiven Mitgliedern sowie 36 Angehörigen der Ehrenabteilung.

»Schwarz-weiß-Trennung«

Das Gebäude gliedert sich in zwei Baukörper: die Fahrzeughalle für die Einsatzfahrzeuge und den Sozialtrakt. Der Sozialtrakt ist in einer Teilfläche zweigeschossig. Gemäß den heutigen Anforderungen an Gerätehäuser wird es eine »Schwarz-weiß-Trennung« geben: Kommen Feuerwehrleute nach dem Einsatz zurück, soll ihre schmutzige und womöglich kontaminierte Bekleidung nicht mit der privaten zusammenkommen. So wird gewährleistet, dass mögliche Schadstoffe nicht mit nach Hause getragen werden.

In der Halle gibt es fünf Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge, zudem einen abgetrennten Stellplatz für den Rettungswagen. Die Rettungswache zieht vom Schloss Haldem nach Levern um. Dass weiterhin von Haldem aus auch Bereiche der Samtgemeinde Lemförde von den Rettungswagen angefahren werden, ist nicht mehr möglich. Der Landkreis Diepholz will als Ersatz eine Rettungswache in Hüde einrichten.

Erstangriff bei Bränden

Im Leverner Gerätehaus gibt es auch eine zentrale Waschhalle. Hier können alle Fahrzeuge der Feuerwehr Stemwede gewaschen werden. Die Fahrzeughalle verfügt über eine Absauganlage für die Dieselabgase. Zudem können die Großfahrzeuge über Hydranten im Außenbereich oder eine Befüllstation in der Fahrzeughalle mit Wasser gefüllt werden. Tanklöschfahrzeuge gelten als wichtige Unterstützung für den so genannten Erstangriff bei Bränden.

Im Gerätehaus gibt es einen großen Schulungsraum mit Medienausstattung. »Dieser Raum kann durch eine flexible Trennwand aufgeteilt und somit auch als Stabsraum für größere Einsätze (Örtliche Einsatzleitung, Katastrophen, Großschadenslagen) genutzt werden«, sagt Torsten Fischer, Pressesprecher der Stemweder Feuerwehr. Für die Errichtung einer Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) wurde ein zusätzlicher Raum vorgesehen, der für den Leiter der Feuerwehr eingesetzt werden kann. Örtliche Einsatzleitungen werden bei Großschadenslagen eingerichtet, etwa bei Starkregen oder Orkanen.

Baufirma ist Depenbrock

Ein Büro, eine Küche mit Getränkelager und DIN-gerechte Dusch-, WC- und Umkleideräume (für männliche und weibliche Feuerwehrangehörige) wird es ebenfalls geben. Hinzu kommen eine Werkstatt mit Lager, eine Stiefelwaschanlage und ein Trocknungsraum für die Einsatzkleidung.

Die angegliederte Rettungswache – sie wird rund um die Uhr besetzt sein – verfügt über eigene Umkleide-, Sanitär- und Sozialräume. Durch einen dritten Ruheraum kann auch in Levern die Ausbildung eines Notfallsanitäters erfolgen. Zudem stehen Lagerräume und ein Desinfektionsraum zur Verfügung. Der Zugang für Feuerwehr und Rettungsdienst ist separat geregelt. Für die Einsatzkräfte gibt es 60 Parkplätze und 10 Fahrradstellplätze. Die Ausfahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst erfolgt auf die Leverner Straße.

Baufirma ist wie bei allen neuen Stemweder Gerätehäusern das Unternehmen Depenbrock aus Arrenkamp, das per Vertrag für 15 Jahre die Unterhaltung übernimmt.

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