Sa., 15.02.2020

Einmal im Monat treffen sich Handarbeitsfreunde im Life House Die spinnen, die Wehdemer

Wenn Sabine Jordan am Spinnrad sitzt, sieht das Handwerk des Spinnens kinderleicht aus. Aber es viel Übung notwendig, um einen gleichmäßigen Faden zu produzieren. Im Handarbeitstreff können Erfahrungen ausgetauscht werden.

Wenn Sabine Jordan am Spinnrad sitzt, sieht das Handwerk des Spinnens kinderleicht aus. Aber es viel Übung notwendig, um einen gleichmäßigen Faden zu produzieren. Im Handarbeitstreff können Erfahrungen ausgetauscht werden. Foto: Heidrun Mühlke

Von Heidrun Mühlke

Stemwede (WB). Wenn sich Sabine Jordan und Monika Lengenfeld treffen, dann dreht sich alles um Wolle. Dann wird nicht nur gestrickt und gehäkelt, sondern auch Rohwolle mit dem Spinnrad zu einem Faden gesponnen. Und weil gesponnene Wollfäden genauso wenig reißen wie Gesprächsfäden, hatten beide die Idee, sich im Wehdemer Life House mit Gleichgesinnten zum Handarbeiten und regen Austausch zu treffen.

Spinnen, das klingt nach altertümlichen Märchen und Illustrationen aus längst vergangenen Zeiten, aber auch nach mühsamer Arbeit und wunden Fingern. Der Vorstellung eines braven Hausmütterchens, das am Spinnrad sitzt, entspricht Sabine Jordan aber keinesfalls. „Spinnen ist ein tolles Hobby, das immer mehr Anhänger gewinnt“, weiß die 54-Jährige aus Dielingen. Für sie sei Spinnen eine große Leidenschaft.

Die Vorzüge von Alpaka-Wolle

Zum Treffen hatte sie nicht nur ihr Spinnrad sondern auch verschiedene Wollsorten mitgebracht. „Dies ist herrlich weiche Alpaka-Wolle“, erklärte die versierte Wollhandwerkerin. Monika Becker war aus Rahden gekommen, um sich über das Hobby des Spinnens mit Gleichgesinnten auszutauschen. Sie bestaunte die hochwertige Qualität.

„Mein Spinnrad steht die meiste Zeit in einer Ecke herum, weil es mir nicht gelingen will, einen gleichmäßigen Faden zu spinnen“, nennt die Rahdenerin ihre Beweggründe ins Life House zu kommen. Schafwolle hatte sie auch geschenkt bekommen und gleich einen ganzen Korb voll weißer Rohwolle mitgebracht. Die sei zwar nicht so weich wie die wertvolle Alpaka-Wolle, aber für den Anfang ausreichend.

Spinnen braucht Zeit

Unablässig richtete sie ihren Blick auf die Fingerfertigkeit von Sabine Jordan, die mit Leichtigkeit aus dem Wollvlies einen gleichmäßigen Faden am Spinnrad sponn. „Wenn eine Spule voll ist, wird sie ausgetauscht und eine zweite Spule eingesetzt. Und weiter geht es mit dem Spinnen“, erklärte Jordan. Anschließend würden beide Fäden der Spulen verzwirnt und danach für einige Tage auf eine Hasswelle gewickelt, damit sich der Drall im Garten verteilt. „Bis das Gesponnene gar fertig zur Verarbeitung zum Stricken oder Häkeln ist, vergeht ungefähr eine Woche“, weiß Jordan.

Dann käme theoretisch Monika Lengenfeld zum Einsatz, um das Garn weiter zu verarbeiten. Die 46-Jährige aus Lashorst strickt daraus wärmende Mützen, kuschelige Socken und ganz viel mehr. Ins Life House gekommen ist auch Swetlana Urlacher aus Wehdem. „Stricken ist mein Hobby. Aber ich häkele und nähe auch. Ich mag alles rund ums Handarbeiten“, erzählt sie und freut sich auf einen regen Austausch mit vielen anderen Handarbeitsfreunden.

Das Treffen im Wehdemer Life House ist einmal im Monat, montags von 17 bis 20 Uhr. Jeder der Lust am geselligen Handarbeiten hat, ist herzlich willkommen.

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