Auf Leverner Grundstück richten Stürme und Gewitter immer wieder Schäden an
Bernd Nordsiek schiebt Unwetter-Frust

Stemwede (WB). Jedes Mal, wenn der Wetterbericht eine Unwetterwarnung herausgibt, steigt bei der Leverner Familie Nordsiek, Hinterm Teich 12, die Anspannung. Nicht ohne Grund: Fast schon „zuverlässig” richten Stürme oder heftige Gewitter auf dem Grundstück großen Schaden an – vornehmlich durch das Umstürzen von Bäumen.

Montag, 17.02.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 20:40 Uhr
Wieder musste Bernd Nordsiek zur Motorsage greifen, denn auch der Sturm von Sonntagnacht hat einen Baum auf seinem Grundstück umgeworfen. Foto:
Wieder musste Bernd Nordsiek zur Motorsage greifen, denn auch der Sturm von Sonntagnacht hat einen Baum auf seinem Grundstück umgeworfen.

Am Sonntag wuchs die Besorgnis erneut im Hause Nordsiek. Und richtig: Wieder traf es das Anwesen, denn Sturm „Victoria“ warf in der Nacht zum Montag – wie schon befürchtet – einen Baum um. Es war das Exemplar einer großen amerikanische Koniferenart von zwölf Metern Höhe. „Um 19 Uhr am Sonntagabend stand der Baum noch da. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit dem Hund draußen. Danach bleiben wir aus Sicherheitsgründen im Haus, weil der Sturm doch ziemlich zulegte“, sagte Bernd Nordsiek dieser Zeitung. „Am Morgen lag der Baum dann flach, wobei er im Fallen noch die Dachrinne beschädigt haben muss.“

2016 entstand der größte Schaden

Die Nordsieks waren in den vergangenen Jahren leidgeprüft, wenn es um Unwetter-Schäden ging. Erst am Sonntag vor einer Woche hatte das Sturmtief Sabine eine 35-jährige Waldtanne umgefegt. Im hinteren Bereich des Grundstücks brachen Kronen in Birken ab. Im Januar 2017 stürzten gleich vier Bäume um und hauten mehrere Ziegel vom Dach. Kurz vor Ostern 2019 zog eine Art Windhose über das Haus hinweg – eine 15 Meter hohe Pappel fiel der Böe zum Opfer.

Bei dem Sommerhagel am 24. Juni 2016 entstand der bislang größte Schaden. „Wir hatten Hagelkörner von bis zu sieben Zentimeter Durchmesser“, erzählt Bernd Nordsiek. „Die Bäume waren total zerrupft, das angebaute Gemüse im Garten vernichtet. Damals haben wir mehrere Tage gebraucht, um die Schäden halbwegs zu beseitigen.”

Und auch am gestrigen Montag war mal wieder ein unfreiwilliger Arbeitseinsatz fällig, um den Baum zu zersägen und zu entsorgen. „Mein Bruder und ich mussten dafür spontan Urlaub nehmen”, sagte Bernd Nordsiek. „Das war auch deshalb schon erforderlich, weil der Baum unsere Zufahrt versperrte und wir mit dem Auto erst gar nicht vom Grundstück gekommen wären“, sagte Nordsiek.

Ungünstige Lage des Grundstück

Bei seinem Nachbarn holte der Sturm vom Sonntag viele Ziegel vom Dach. Bernd Nordsiek vermutet, dass die Häuser extrem ungünstig liegen, wenn der Sturm aus einer ganz bestimmten Richtung kommt – so wie Sonntagnacht: „Der Wind nimmt dann über das freie Feld ordentlich Anlauf, und wir sind die Leidtragenden.“

Bevor es gestern mit der Motorsäge zur Sache ging, um den Baum wegzuräumen, musste Bernd Nordsiek mit seiner Versicherung sprechen: „Bei denen war am Montag kein Durchkommen. Die Serviceleitungen waren überlastet. Das zeigt, dass Victoria wahrscheinlich flächendeckend viele Schäden angerichtet hat.“

Nordsiek ist allerdings froh, dass seine Versicherung – die Familie ist dort seit vielen Jahrzehnten treuer Kunde – bisher alle Schäden reguliert hat. „Das muss ich wirklich loben. Ich hörte, dass andere Versicherungen bei Sturmschäden weniger entgegenkommend sein sollen.“

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