Noch vor der Zuspitzung der Coronakrise erlebten Besucher schönen Tag in Sundern
Töpfern liegt im Trend

Stemwede (WB). Das hat den Besuchern viel Freude gemacht: Zum Tag der offenen Töpferei hatten Kathinka Luckmann und Gerd Lammers noch vor der Zuspitzung der Coronakrise ganz die Pforten ihres bäuerlichen Anwesens in Sundern öffnen dürfen. Zahlreiche Interessenten informierten sich in der Töpferei „Keramik, Kunst und so“ – nicht nur um Kathinka Luckmann bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, sondern auch, um das eine oder andere Unikat zu kaufen.

Freitag, 20.03.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 13:12 Uhr
Wenn die fertigen Werkstücke aus dem Brennofen kommen, ist das für die Töpfermeisterin Kathinka Luckmann immer ein ganz besonderer Moment. Darüber informierte sie die Besucher beim Tag der offenen Töpferei auf ihrem Sunderner Hof. Foto: Heidrun Mühlke
Wenn die fertigen Werkstücke aus dem Brennofen kommen, ist das für die Töpfermeisterin Kathinka Luckmann immer ein ganz besonderer Moment. Darüber informierte sie die Besucher beim Tag der offenen Töpferei auf ihrem Sunderner Hof. Foto: Heidrun Mühlke

Viel Arbeit, Fleiß und Geschick

„Am Tag der offenen Töpferei beteiligen wir uns jedes Jahr gerne, so können wir einen Einblick in unser Werkeln geben. Vom Töpfern mit der Hand oder an der Scheibe bis hin zum fertigen Brand“, erklärte die Töpfermeisterin und freute sich, bei dieser Gelegenheit den Interessierten ihr Handwerk näher zu erläutern. „Es steckt viel Arbeit, Fleiß und Geschick in jedem der einzelnen Werkstücke.“

Gerne nahmen sich die Besucher die Zeit, der Sunderner Künstlerin bei der Arbeit zuzuschauen. Lore Dettmer aus dem Diepholzer Raum gehörte auch dazu. „Es ist spannend, wie mit geschickten Händen aus einem Klumpen Ton ein Gefäß entsteht“, sagte sie und genoss augenscheinlich die entspannte Atmosphäre.

„Wir haben die alte Waschküche jetzt zur Werkstatt umgebaut“, erklärte die Töpferin. Hier sei jetzt auch viel Platz für Gruppen, die an den angebotenen Workshops teilnehmen. „Das wurde immer mehr“ , freute sich Luckmann. In lockerer Atmosphäre wird dann der Ton mit den Händen geformt oder an der Töpferscheibe zu Gefäßen gedreht. „Am liebsten sind mir kleine Gruppen, dann kann man ganz individuell auf jeden einzelnen eingehen.“

Pferde, Enten und Hühner

Extra aus Osnabrück und Georgsmarienhütte waren drei Frauen zum Tag der offenen Töpferei nach Sundern gekommen. „Mir gefallen die Werkstücke so gut, da kann ich mich gar nicht entscheiden, welches ich kaufen möchte“, sagte Barbara Gadow. Sie und ihre Freundinnen schlenderten durch die beschauliche Ausstellung in der Diele des Bauernhauses, nahmen aber auch den idyllischen naturnahen Außenbereich in Augenschein. Hier erwartete die Besucher nicht nur das bäuerliche Leben mit vielen Tieren, darunter Pferde , Enten und Hühner, sondern auch jede Menge Gartenstelen, die Gerd Lammers nach dem Geschmack der Kunden mit getöpferten Kugeln, Figuren sowie bizarren Holzfundstücken zusammensetzt.

In der jetzigen Situation mit dem Coronavirus würden viele Kunsthandwerkermärkte abgesagt, bedauert Kathinka Luckmann. Märkte, wo sie ihre Werkstücke verkaufen würden. Da hätten sie keine Planungssicherheit mehr. Auch persönliche Workshops im kleinen Rahmen seien wohl vorerst aus Gründen der Vorsorge nicht mehr möglich.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7335037?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F
Eine Liga, zwei Welten
Schon 2016 beim ersten und bisher einzigen Arminia-Gastspiel in Leipzig wurde klar: RB (hier Diego Demme) ist kaum aufzuhalten. Dennoch entführten Seung-Woo Ryu und der DSC beim 1:1 damals einen Punkt aus der Red-Bull-Arena.
Nachrichten-Ticker