Do., 26.03.2020

Sicherheit geht beim Blutspendetermin vor – Appell: „Zahlreich in Levern beteiligen“ Fieber wird schon an der Tür gemessen

Von Dieter Wehbrink

Stemwede (WB). Jetzt gilt es: Der Blutspendebeauftragte des DRK-Ortsvereins Stemwede, Peter Link, und sein Team haben in Zeiten der Corona-Krise alles vorbereitet, damit am kommenden Montag, 30. März, von 16 bis 20 Uhr der nächste Blutspendetermin in der Gemeinde erfolgen kann. Die Ehrenamtlichen bitten die Bürger um starke Beteiligung. Blut spenden kann man ab 18 Jahren bei einem Gewicht von mehr als 50 Kilo. Wer zum ersten Mal teilnimmt, darf nicht älter als 68 Jahre sein. Wiederholspender dürfen bis 75 (genau gesagt, bis einen Tag vor dem 76. Geburtstag) Blut spenden.

Vieles wird in Levern anders sein als bei den vertrauten Spendeterminen – zur Sicherheit der Spender und der Helfer. Es beginnt bereits mit der kurzfristigen Verlegung des Ortes. „Nach Rücksprache mit dem Stemweder Ordnungsamt führen wir den Termin diesmal nicht im Gemeindehaus Levern durch, sondern verlegen ihn in die Festhalle, weil wir dort mehr Platz haben“, sagte die DRK-Vorsitzende Susanne Altvater dieser Zeitung. „In der Festhalle können wir wesentlich größere Abstände zwischen den Menschen garantieren.“

Diesmal ein jüngeres Team

Zu den außerordentlichen Sicherheitsbestimmungen gehört das Fiebermessen im Eingangsbereich der Halle. „Wer den Raum betreten will, wird mit dem Thermometer empfangen“, betont Susanne Altvater und bittet dafür um Verständnis. „Wer Fieber hat, gelangt so gar nicht erst in die Halle. Das ist sozusagen die erste von weiteren Sicherheitsmaßnahmen.“

Bei den ehrenamtlichen Helfern aus den Reihen des Stemweder Ortsvereins, ohne die die Aktion gar nicht möglich wäre, gibt es ebenfalls eine wichtige Änderung. „Es wird diesmal ein anderes Team vor Ort sein“, erklärte Altvater. „Wir möchten unsere Helferinnen über 60 Jahre schützen. Diese Corona-Risikogruppe bleibt vorsorglich zuhause. Die älteste Mitarbeiterin ist immerhin schon 80 Jahre alt.“

Eine kurzfristige Änderung gibt es auch bei der Bewirtung nach der Blutspende. Der DRK-Ortsverein wollte ursprünglich in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Leverner Restaurant Rhodos Gyros-Pita samt Buffet anbieten. Dieses darf jetzt aus Gründen des Infektionsschutzes nicht mehr erfolgen. Statt des Essens übergibt das DRK an alle Erstspender aber einen Speisegutschein vom Restaurant Rhodos. „An alle Spender verteilen wir zudem ein Lunchpaket mit haltbaren Sachen“, versprach Altvater und tröstet. „Es kommen auch bessere Zeiten, in denen wir wieder zu den gewohnten Abläufen zurückkehren können“, ist die DRK-Vorsitzende überzeugt.

Jede Blutspende zählt

Auch Stephan David Küpper, Leiter der Unternehmenskommunikation des zuständigen Blutspendedienstes West, bittet die Bürger um zahlreiche Beteiligung am Leverner Spendetermin. Der Pressesprecher räumt ein: „Derzeit erhalten wir zahlreiche Anfragen von Blutspendern und spendewilligen Personen zum Coronavirus und Blutspenden. Das Wichtigste vorweg: Jede Blutspende zählt und wird dringend benötigt.“

Der DRK-​Blutspendedienst würde die Lage rund um die Verbreitung des Virus sehr aufmerksam beobachten und stehe hierzu in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden, betont Küpper. „Grundsätzlich gilt wie immer: Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit dafür fühlen.“

Außerdem gelte: Menschen mit grippalen oder Erkältungs-​​Symptomen sollten sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen. Davon seien auch Spendewillige betroffen, die sich in den vergangenen vier Wochen im Ausland aufgehalten hätten.

Infos unter www.blutspendedienst-west.de

„Wer gesund und fit sind, kann zum Leverner Termin kommen“, versichert Küpper. „Auch in Zeiten des Coronavirus benötigen wir dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Dies gilt auch, wenn die Kliniken verschiebbare Operationen und Wahleingriffe momentan nicht mehr durchführen. Trotzdem werden Blutpräparate zur Versorgung der Patienten in akuten Notsituationen und chronisch Kranker und von Krebspatienten weiterhin dringend benötigt.“

Wer wissen möchte, ob sein Blutspendetermin stattfindet, kann sich auf der Homepage des Blutspendedienstes (www.blutspendedienst-west.de) informieren. „Sehen Sie bitte von einem Anruf bei unserer Hotline ab“, teilt Küpper mit. „Unsere Ressourcen sind bei bis zu 250 Anrufen je Mitarbeiterin am Tag erschöpft. Es kann vorkommen, dass wir Termine kurzfristig aus dem Plan nehmen müssen. Unsere Terminsuche wird täglich aktualisiert – die Termine die wir dort aufführen, finden auch statt. Termine, die Sie dort nicht mehr finden, fallen aus!“

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