Planer-Wettbewerb für Leverner „Wohnquartier Historischer Ortskern“ beginnt
Leverner Baugebiet soll Schmuckstück werden

Stemwede (WB/weh). Die Gemeinde Stemwede hat jetzt den Startschuss für einen städtebaulichen Wettbewerb zur Ausgestaltung eines neuen Baugebietes in Levern gegeben. „Damit betreten wir Neuland. Es haben sich 85 Büros aus Deutschland, Italien und Luxemburg bei uns beworben, um Vorschläge für das Baugebiet im Bereich Leverner Straße/Kalberkamp zu entwerfen“, freut sich Bürgermeister Kai Abruszat über die große Resonanz.

Montag, 30.03.2020, 07:59 Uhr aktualisiert: 30.03.2020, 08:14 Uhr
Direkt an der Leverner Hauptstraße liegt das geplante Wohnquartier, das ein Mehrgenerationenwohngebiet werden soll. Foto:
Direkt an der Leverner Hauptstraße liegt das geplante Wohnquartier, das ein Mehrgenerationenwohngebiet werden soll.

Hieraus wurden aktuell 15 Büros bestimmt und ausgelost, die nun aufgerufen sind, konkrete Vorschläge zu unterbreiten. Renommierte Architekten und Stadtplaner, unter anderem aus Berlin, Köln, Hamburg, Münster, Aachen, Weimar, Dortmund und Lemgo erhalten in den kommenden Tagen die konkrete Aufforderung zur Beteiligung.

Gehobene Aufenthaltsqualität

„Der Gemeinderat und der Arbeitskreis ‚Wohnquartier Historischer Ortskern‘ haben zielgenaue Vorgaben erarbeitet und damit eine gute Grundlage geschaffen“, sagte Abruszat. Die etwa 30.000 Quadratmeter große Gesamtfläche, unweit des historischen Ortskerns gelegen, solle Platz für unterschiedliche Wohnformen für Jung und Alt bieten, Flächen für eine gehobene Aufenthaltsqualität darstellen und gegebenenfalls auch Raum für soziale Dienste eröffnen.

In den Arbeitskreis-Sitzungen wurden unter anderem folgende Ideen verankert, mit denen sich die Planungsbüros jetzt auseinandersetzen sollen: konkrete Regelungen für eine hochwertige Gestaltung; eine „individuelle Note“ für das Wohnquartier. Angebote für junge Familien; das Interesse von Arbeitgebern wecken; barrierefreie Wohnungen schaffen und den Bedarf für Single-Wohnungen/kleine Wohnungen berücksichtigen. Zudem solle garantiert werden, dass keine direkten Grundstückszufahrten auf die L 766 zulässig sind.

Auch Freie Träger als Investoren erwünscht

Das Wohnquartier solle zudem ein Mehrgenerationenwohngebiet sein – mit neuen Wohnformen beziehungsweise Nachbarschaften sowie mit seniorengerechten Wohnanlagen. Das Wohngebiet müsse eine sichtbare Mitte erhalten und zudem erneuerbare Energien berücksichtigen. Wünschenswert wäre zudem die Einbindung von freien Trägern als Investoren, regte der Arbeitskreis an.

Eine unabhängige Fachjury aus Experten soll unter Beteiligung von Akteuren des Gemeinderates im August die besten Entwürfe auswählen und prämieren. „Anschließend sind Bauausschuss und Gemeinderat am Zug, die Einzelheiten durch einen passgenauen Bebauungsplan umzusetzen“, sagt Abruszat. Die komplette Vermarktung der Grundstücke erfolgt durch die Gemeinde Stemwede, die zurzeit auch an anderen Standorten Bauplätze plant .

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