Corona: 79-jähriger infizierter Dialysepatient aus Sulingen stirbt im Krankenhaus
Weiterer Todesfall im Kreis Diepholz

Landkreis Diepholz (WB/weh). Im Landkreis Diepholz hat es am Montagabend, 30. März, einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Ein 79-jähriger Mann aus Sulingen verstarb in der Klinik Diepholz.

Mittwoch, 01.04.2020, 15:04 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 15:06 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

„Der Verstorbene war Dialysepatient und wurde am 18. April mit ersten Symptomen im Krankenhaus aufgenommen“, teilt die Kreisverwaltung mit. „Der Corona-Verdacht bestätigte sich. Zuletzt wurde der Patient isoliert auf der Intensivstation der Klinik Diepholz behandelt und starb dort am Montag gegen 18 Uhr an den Folgen der Virusinfektion.“

Landrat Cord Bockhop zeigt sich von dem dritten Corona-Todesfall innerhalb weniger Tage tief betroffen: „Diese traurigen Nachrichten führen uns vor Augen, wie ernst die Bedrohung durch das Coronavirus ist. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.“

Acht Fälle in Samtgemeinde Lemförde

154 Personen wurden mit Stand Montagabend, 30. März, im Landkreis Diepholz positiv getestet, darunter zwölf Bewohner eines Pflegeheims. Die Erkrankungen verteilen sich mit jeweils 29 Fällen auf die Stadt Sulingen und die Gemeinde Weyhe, 23 in der Gemeinde Stuhr, 16 in der Stadt Diepholz, 14 in der Stadt Bassum, zwölf in der Stadt Syke, jeweils acht in der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, fünf in der Samtgemeinde Barnstorf sowie zehn weiteren Fällen im übrigen Landkreisgebiet.

86 Corona-Patienten im Landkreis Diepholz sind inzwischen aus der Quarantäne entlassen worden. Drei Personen starben. Somit beläuft sich die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Patienten auf 83.

19 Patienten mit einem Corona-Verdacht oder einer bestätigten Infektion werden zurzeit stationär behandelt, davon acht intensivmedizinisch. Aktuell befinden sich im Landkreis Diepholz mehr als 300 Personen in Quarantäne. Darunter fallen sowohl die bestätigten Erkrankten als auch die ermittelten Kontaktpersonen mit erhöhtem Infektionsrisiko.

Aufnahme untersagt

Der Landkreis Diepholz hat am Dienstag die Aufnahme von neuen Bewohnerinnen und Bewohnern in Heime für ältere sowie pflegebedürftige Menschen und für Menschen mit Behinderungen untersagt. Gleiches gilt auch für ambulant betreute Wohngemeinschaften und besondere Formen des betreuten Wohnens sowie für ambulant betreute Wohngemeinschaften zum Zweck der lntensivpflege.

Ausgenommen sind Einrichtungen, in denen gewährleistet ist, dass Neuzugänge für einen Zeitraum von 14 Tagen separiert von den übrigen Bewohnern und Bewohnerinnen in Quarantäne untergebracht werden.

Darüber hinaus ist die Aufnahme von aus dem Krankenhaus entlassenden Patientinnen und Patienten in solitären Kurzzeitpflege- oder Reha-Einrichtungen zulässig, wenn diese gezielt für diese Funktionen hergerichtet und zur Kurzzeitpflege ermächtigt wurden.

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