Interessierte können Freifläche bepflanzen – Futterstelle für Bienen und Vögel
Solawi Brockum startet neue Aktion „Blüten-Baden“

Brockum/Stemwede (WB). Die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) auf dem Hof Tomte in Brockum ist sehr gut angelaufen. Nun steht auf dem Demeter-Hof bereits das nächste Projekt in den Startlöchern: „Blüten-Baden“.

Freitag, 08.05.2020, 07:00 Uhr
Hinter dem Hof Tomte in Brockum wird eine Blühfläche zum Blüten-Baden angelegt. Insgesamt ein Hektar Fläche stellen die Betreiber des Hofes für die neue Aktion zur Verfügung. Bereits in diesem Monat ist mit der Aussaat begonnen worden. Foto: Heidrun Mühlke
Hinter dem Hof Tomte in Brockum wird eine Blühfläche zum Blüten-Baden angelegt. Insgesamt ein Hektar Fläche stellen die Betreiber des Hofes für die neue Aktion zur Verfügung. Bereits in diesem Monat ist mit der Aussaat begonnen worden. Foto: Heidrun Mühlke

Auf einer Ackerfläche in der Größe von 10.000 Quadratmetern soll auf dem Hof Tomte einen Lebensraum für Bienen und andere Insekten geschaffen werden. Die Initiatoren sind neben Gernot Jakob vom Hof Tomte, Rainer Pernotzky vom Regenbogenhof in Drohne und Martin Stybalkowski vom Bar dü Mar in Hüde. „Durch den großflächigen Anbau artenreicher Blütenpflanzen soll nicht nur ein vielfältiger und attraktiver Lebensraum entstehen, sondern auch ein nährstoffreicher Kulturboden“, erklärt Pernotzky.

Kulturboden bekommt eine Ruhepause

Der Kulturboden bekomme ein Jahr Ruhe, Bienen und andere Insekten „baden“ in Pollen und Nektar, für die Vogelwelt präsentiere sich dort ein voll gedeckter Tisch. Und die Menschen könnten sich an einer bunten Blütenpracht erfreuen.

Mit dem Projekt „Blüten-Baden“ wollen die Initiatoren ein Erlebnis der besonderen Art verwirklichen. Jeder Bereich der Natur soll von diesem Vorhaben profitieren. Satt-Sehen an der Schönheit der Natur wird versprochen. Das Regenwasser, welches auf diesen Flächen versickert, ist so klar, dass es zum Baden zu schade ist – die Badestrände am Dümmer werden sich darüber freuen.

Perspektivisch ist vorstellbar, dass beispielsweise Familien, Firmen oder Institutionen selbst ein Stück Land – ihr Stück Land – gestalten. Wie viel Fläche sie dabei mit Blumensamen bestücken wollen, kann jeder selbst entscheiden – ob 1 oder 100 Quadratmeter sei laut den Initiatoren dabei egal.

Spenden sollen das Projekt finanzieren

Gestartet worden ist mit den ersten Einsaaten bereits Anfang Mai. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise dürfen gemeinsame Aktionen zwar noch nicht angeboten werden, ein schönes Blühfest soll aber auf jeden Fall ausgerichtet werden, damit sich alle Mitmachenden an der Blütenpracht erfreuen können.

Bis dahin können sich Interessierte aber schon finanziell an der Aktion beteiligen. In der Bar dü Mar und auf dem Hof Tomte werden dafür Spendenboxen stehen. Laut der Initiatoren kann jeder mitmachen, sodass eine „Kommunikationsbrücke“ zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung und ein Miteinander entstehe.

Der Verlust durch den Anbauverzicht auf diesen Flächen beträgt, laut Pernotzky, 1 500 Euro pro Jahr. Über den Projektzeitraum von zunächst fünf Jahren sind das 7 500 Euro. Diese Summe soll durch Spenden finanziert werden, die schon ab einem Euro möglich sind. Jeder Euro finanziert einen Quadratmeter. In der Bar dü Mar und auf dem Hof Tomte werden Spendenboxen stehen. Die Imkerei Regenbogenhof spendet nach eigenen Angaben pro verkauftem Honigglas einen Euro. Weitere Informationen erhalten alle Interessierten hier.

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