Sa., 23.05.2020

Am Dümmer herrscht Hochbetrieb – Polizei freut sich über wenig Arbeit „Vatertag“ wird zum Familientag

Manchmal schien der schmale Spazierweg auf dem Deich recht eng zu sein, um die Abstandsregeln einzuhalten.

Manchmal schien der schmale Spazierweg auf dem Deich recht eng zu sein, um die Abstandsregeln einzuhalten. Foto: Heidrun Mühlke

Von Heidrun Mühlke

Stemwede (WB). Die feucht-fröhlichen Vatertags-Touren mit vielen Freunden und Bollerwagen waren in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Die Auflagen zu Kontaktbeschränkungen als auch das Verbot, Alkohol im Bollerwagen mitzuführen, haben sich auch die Ausflügler am Dümmer See augenscheinlich zu Herzen genommen.

Bei allerbestem Ausflugswetter an Christi Himmelfahrt war am Dümmer viel los. Schon am späten Vormittag füllte sich der Deich in Hüde sowie in Lembruch zusehends. Zwar schien der schmale Spazierweg auf dem Deich manches Mal recht eng, aber Radfahrer und Fußgänger zeigten sich bemüht, die Abstandsregeln einzuhalten, was auch größtenteils gelang.

Sehr viel dichter allerdings war das Zusammentreffen auf den Kinderspielplätzen unter den jüngsten Besuchern. Die schienen sichtlich erfreut, endlich wieder draußen im Freien zu schaukeln, im Sand zu buddeln oder auf den Spieltürmen zu klettern.

Für Familie Wilde aus Barnstorf eine willkommene Abwechslung im Alltag. „Wir fahren gerne an den Dümmer“, erzählt Kim Wilde, die mit Ehemann Michael den beiden Kindern Fynn und Max sowie den Großeltern einen herrlichen Himmelfahrtsausflug unternommen hatte. „Bei schönem Wetter ist es unsere zweite Ostsee“, sagt die Mutter. Sie und ihr Mann kämen von Nord- und Ostsee, da sei der Dümmersee ein erfreuliches Ausflugsziel.

Die Bilanz der Polizei aus Diepholz

„Im gesamten Landkreis Diepholz haben sich die Bürgerinnen und Bürger äußerst vorbildlich verhalten“, heißt es in der Bilanz der Polizei des Stemweder Nachbarkreises.

„Der Feiertag wurde bei sommerlichen Temperaturen überwiegend durch Familien zu privaten Ausflügen mit dem Fahrrad genutzt. Hierbei wurden die aktuellen rechtlichen Bestimmungen beachtet. Es konnten nur wenige Verstöße festgestellt werden“, erläutert Thomas Gissing, Pressesprecher der Polizei.

„Auf die klassischen Bollerwagentouren im Freundeskreis wurde in diesem Jahr verzichtet. Junge Menschen, die im öffentlichen Raum Alkohol konsumieren, hat es in diesem Jahr nicht gegeben.“

Zudem wurde der Mindestabstand eingehalten, wenn sich Fußgänger von mehr als zwei Haushalten beim Spaziergang begegneten, heißt es von den Beamten.

Neben den Bürgerinnen und Bürgern lobt die Polizei auch die Gastwirte, von denen sich die Mehrheit umfangreich und vorbildlich auf die Corona-Regelungen eingestellt hat. Es wurden unter anderem Vorkehrungen zur Steuerung des Zutritts getroffen, Warteschlangen vermieden und die Tische im Abstand von zwei Metern zueinander angeordnet.

Das Einsatzgeschehen war übersichtlich und der Tag verlief aus polizeilicher Sicht ruhig. Im Verlauf des Abends musste die Polizei vermehrt Ruhestörungen nachgehen. Die Verursacher zeigten sich zumeist einsichtig und machten die Musik leiser, schreibt die Polizei.

 

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