Gemeindesportverband tagt in Meier’s Deele in Oppenwehe
Sportler bekommen Krise zu spüren

Stemwede (WB). Die Corona-Krise hat der Stemweder Gemeindesportverband in großem Maße zu spüren bekommen. Aufgrund der Pandemie mussten die meisten sportlichen Wettbewerbe abgesagt werden, gleichermaßen wie Vereinsjubiläen, Schützenfeste und Großveranstaltungen sowieso.

Samstag, 13.06.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 13.06.2020, 05:02 Uhr
Der Vorstand des Gemeindesportverbandes Stemwede mit (von links): Dieter Langelahn, Sandra Heckemeier, Dirk Flörke, Wolfgang Möller, Beate Hodde und Dietrich Wehrmann. Sie haben wichtiges für den Sport in der Gemeinde besprochen. Foto: Mühlke
Der Vorstand des Gemeindesportverbandes Stemwede mit (von links): Dieter Langelahn, Sandra Heckemeier, Dirk Flörke, Wolfgang Möller, Beate Hodde und Dietrich Wehrmann. Sie haben wichtiges für den Sport in der Gemeinde besprochen. Foto: Mühlke

„Zwar ist Individualsport im Freien eher kein Problem, aber alles, was näheren Kontakt untereinander bedeutet oder Ballsportarten sind schwierig zu realisieren“, machte Dirk Flörke während der Mitgliederversammlung des Gemeindesportverbands in Meiers Deele in Oppenwehe deutlich. Aktuelle Informationen für die Vereine gebe es auf den Seiten des Landessportbundes.

Mit der Einschränkung der sportlichen Aktivitäten ist auch die Durchführung der Sportlerehrung der Gemeinde in diesem Jahr fraglich. Nach aktuellen Vorgaben darf die Wehdemer Begegnungsstätte mit maximal 90 Personen belegt werden. „Für den normalen Rahmen der Sportlerehrung viel zu wenig“, sagte Flörke. Man überlege, ob die Veranstaltung im kleineren Rahmen durchgeführt oder die Ehrungen im kommenden Jahr im Rahmen der Sportlerehrung 2021 erfolgen sollten.

Aber es gab auch Positives zu berichten: erfreulich sei die Entwicklung in Sachen Sportabzeichen. Waren es in den Jahren 2016 und 2017 rund 215 Teilnehmer und 2018 bereits 334, konnten im zurückliegenden Jahr 405 Absolventen der Sportabzeichens verzeichnet werden. Als ältesten Debütanten nannte Flörke Werner Dick mit 80 Jahren, als ältesten Teilnehmer Bernhard Rossa (81 Jahre), der bereits 42 Prüfungen abgelegt hat und die jüngste Teilnehmerin sei erst fünf Jahre alt.

Im Allgemeinen lief in den Jahren 2018 und 2019 alles im gewohnten Bereich – Nordic Walking wurde von Luise Lahrmann angeboten, Fußball-Hallenrunde der Junioren und Fußball-Triathlon wurden durchgeführt. Leider bietet keiner der Stemweder Sportvereine Leichtathletik an, hier mangele es an Übungsleitern, machte der Vorsitzende deutlich. Breitensportangebote aller Vereine seien aber für unterschiedliche Altersschichten gut aufgestellt.

Positiv zu betrachten sei auch der Anstieg der Geburtenzahlen, dazu passend stiegen die Mitgliederzahlen in den Vereinen von 58 auf 60 Prozent. Allerdings sei Stemwede nicht mehr die sportliche Gemeinde Nordrhein-Westfalens. Hier stehe inzwischen Gelsenkirchen an der Spitze.

Sportstätten würden von der Gemeinde weiter gefördert, aktuell sollen keine Sportstätten geschlossen werden oder Kosten des Betriebs an die Vereine weiter gegeben werden. Auch die Bewässerung für die Rasenplätze ist durch die Gemeinde beschlossen worden. Aktuell gäbe es keine Förderungen mehr durch das Land. Zugesagte Förderungen jedoch laufen und über moderne Sportstätten ist eine Einigung erzielt worden mit allen Vereinen die Interesse angemeldet haben. Die Investitionsvorhaben der Gemeinde belaufen sich laut Anträgen auf rund 700.000 Euro. In zwei Terminen ist eine Einigung über die Verteilung der zur Verfügung stehenden 300.000 Euro erzielt worden.

Nach dem Kassenbericht durch Schatzmeisterin Beate Hodde und der anschließenden Entlastung des Vorstandes folgten die Vorstandswahlen. Dirk Flörke bleibt erster Vorsitzender, auch dem zweiten Vorsitzenden Dieter Langelahn, Umwelt-und Seniorenwart Dietrich Wehrmann, Kassenwartin Beate Hodde, Jugendwart Wolfgang Möller, Frauenwartin Sandra Heckemeier und Sportabzeichenbeauftragter Antje Pieper schenkte die Versammlung einmütig weiterhin ihr Vertrauen.

Drei Posten sind vakant. Für Schriftführerin Linda Riesmeier, die dem Posten zehn Jahre innehatte, Sportwart Klaus Schomaeker (16 Jahre) sowie für den stellvertretenden Schriftführer Klaus Schumacher (32 Jahre) konnten nach deren Verabschiedung keine Nachfolger gefunden werden. Als Nachfolger von Kassenprüferin Brigitte Schwettmann wählte die Versammlung Wilhelm Beneker, er wird gemeinsam mit Hartmut Gräber ein wachsames Auge über die Finanzen haben.

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