Ausschuss einigt sich – Zusätzlicher Hinweis soll an Heinz Beckers Verdienste erinnern
Straße wird nach Ehrenbürger benannt

Haldem/Wehdem (WB). Die Entscheidung ist gefallen: Die Gemeinde Stemwede wird einen „Heinz-Becker-Weg“ im geplanten Haldemer Baugebiet „Auf dem Abendberge“ ausweisen. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss unter dem Vorsitz von Michael Baude (CDU) folgte diesem Vorschlag der Gemeindeverwaltung nach längerer Diskussion einstimmig.

Freitag, 19.06.2020, 05:00 Uhr
Ein solches Straßenschild, wie hier auf der Fotomontage, wird es bald in Haldem geben. Es soll im künfigen Wohngebiet „Auf dem Abendberge“ an den Ehrenbürger und ersten Bürgermeister der Gemeinde Stemwede, Heinz Becker, erinnern. Montage: Kathrin Fischer

Die SPD hatte im Vorfeld vorgeschlagen , statt einer Straße einen Platz nach dem verstorbenen Stemweder Ehrenbürger und ersten Bürgermeister der Gemeinde, Heinz Becker, zu benennen. Dies sei dem verdienten Haldemer, der 2017 im Alter von 91 Jahren gestorben war, angemessener, hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Riesmeier erklärt (wir berichteten). Die Anregung der Sozialdemokraten: Der neue Haldemer Dorfplatz könne doch nach Heinz Becker benannt werden.

Ablehnung seitens der Bürgerstiftung

Doch hier hatte die SPD offenbar nicht mit der Reaktion der Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp gerechnet, die den Haldemer Dorfplatz maßgeblich initiiert hat. Gerhard Gräber (Vorsitzender des Kuratoriums), Dieter Grube (Vorstand) sowie Helga Steckel (Projektbeauftragte) hatten vor der Sitzung ein Statement an die Gemeindeverwaltung geschickt. Wörtlich heißt es darin: „Dem von der SPD-Fraktion eingebrachten Vorschlag, dem Platz an der Kapelle den Namen Heinz-Becker-Platz zu geben, können wir nicht zustimmen“, schrieben die Stiftungsvertreter. „Die Gestaltung der Außenanlage an der Heilig-Kreuz-Kapelle stand von Anfang an unter dem Auftrag, inhaltliche Aussage durch gärtnerische Gestaltung zum Ausdruck zu bringen. Die gelungene Dreiteilung in ‚Platz des Friedens‘, ‚Platz der Stille‘ und ‚Platz der Begegnung‘ verleiht dieser Anlage ihre Einzigartigkeit. Diese ist auch im Text der Hörstation deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Aus unserer Sicht kann und darf es nicht sein, diese Anlage mit einem Personennamen zu verbinden.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Weingärtner vertrat die Meinung der Verwaltung. Er erinnerte daran, dass der bekannteste Sohn der Gemeinde, der frühere NRW-Landwirtschaftsminister Gustav Niermann, in seinem Heimatdorf Wehdem ebenfalls mit einem Weg geehrt worden sei (Anm. d. Red: „Gustav-Niermann-Weg“). „Heinz Becker würde sich über eine Namensgebung des Weges freuen”, sagte Weingärtner.

„Beeindruckende Persönlichkeit”

Bürgermeister Kai Abruszat betonte, es sei richtig, Stemwedes Ehrenbürger mit einem nach ihm benannten Weg zu ehren. „Ich hatte das Glück, Heinz Becker noch einige Male vor seinem Tod zu begegnen. Er ist ein beeindruckende Persönlichkeit gewesen. Es steht der Gemeinde Stemwede gut an, ihn in allerbester Form zu würdigen. Die Vergabe von Namen für Straßen oder Plätze ist dafür geeignet.“

Mit Blick auf die Diskussion unterbreitete der Bürgermeister einen Ergänzungsvorschlag, der im Ausschuss Anklang fand: „Es ist vielleicht eine gute Idee, als zusätzliche Würdigung ein Straßenschild mit dem Namen Heinz Beckers auch mit einer Hinweistafel zu ergänzen, die auf die Ehrenbürgerschaft und die Gründungsbürgermeisterschaft hinweist. Eines hätte Heinz Becker ganz bestimmt nicht gewollt: Dass wir uns um seines Namens willen streiten. Deswegen empfehle ich, verbal ein wenig abzurüsten. Ich hätte nicht gedacht, dass dies alles eine so große Emotionalität auslöst.“

Die Diskussion habe aber gezeigt, dass der Vorschlag der Gemeindeverwaltung geeignet und auch so umsetzbar sei, sagte der Bürgermeister. Er wies zudem darauf hin, dass auch Haldems Ortsheimatpfleger Hans Möller-Nolting der Namensgebung im Vorfeld zugestimmt hatte.

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