Auf ehemaliger Kaserne in Wagenfeld untergebracht – Corona in Schlachtbetrieb
200 Werkvertragsarbeiter in Quarantäne

Landkreis Diepholz/Wagenfeld (WB/weh). Das Infektionsgeschehen rund um die 35 positiv getesteten Werkvertragsarbeitereines Schlachtbetriebs in Wildeshausen betrifft auch den Landkreis Diepholz. Die 35 Infizierten und ihre Kontaktpersonen wurden unverzüglich unter Quarantäne gestellt.

Donnerstag, 25.06.2020, 00:15 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 05:02 Uhr
Unter der Belegschaft des zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Putenschlachthofs in Wildeshausen wurde mit einem Corona-Massentest begonnen. Bis Mittwoch waren zunächst 35 Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden. Betroffen von den Tests sind mehr als 1100 Mitarbeiter, darunter auch die jetzt unter Quarantäne gestellten Werksvertragsarbeiter, die in der ehemaligen Wagenfelder Kaserne untergebracht sind. Foto: Sina Schuldt/dpa
Unter der Belegschaft des zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Putenschlachthofs in Wildeshausen wurde mit einem Corona-Massentest begonnen. Bis Mittwoch waren zunächst 35 Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden. Betroffen von den Tests sind mehr als 1100 Mitarbeiter, darunter auch die jetzt unter Quarantäne gestellten Werksvertragsarbeiter, die in der ehemaligen Wagenfelder Kaserne untergebracht sind.

Für weitere etwa 200 Bewohner mehrerer angemieteter Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände in Wagenfeld, also unweit von Stemwede und Rahden, hat der Landkreis Diepholz am Mittwochabend zudem per Allgemeinverfügung eine vorsorgliche Quarantäne auf dem Gelände angeordnet. Die dort untergebrachten Werkvertragsarbeiter sind in dem Wildeshau­sener Schlachtbetrieb tätig und wurden nach dem Landkreis vorliegenden Angaben auf COVID-19 getestet.

Über weitere Schritte wird beraten

Die Testergebnisse stehen noch aus. „Um das Infektionsgeschehen richtig einordnen zu können, müssen zunächst die Ergebnisse der Testung abgewartet werden. Aufgrund der derzeitigen Testergebnisse halte ich – in diesem besonderen Fall – eine vorsorgliche Quarantäne für erforderlich“, erklärte der Diepholzer Landrat Cord Bockhop. Sämtliche der in den Wagenfelder Unterkünften untergebrachten Werkvertragsarbeiter müssen sich zunächst bis zum Erhalt der Testergebnisse in häusliche Absonderung begeben. Nach Vorliegen der Ergebnisse wird über die weiteren Schritte entschieden.

Vereinzelt wurden in zwei Gemeinden im Landkreis Diepholz weitere positive Fälle aus diesem Infektionsgeschehen festgestellt, die bereits unter häuslicher Quarantäne stehen. Somit sind gegenwärtig 22 Personen im Landkreis Diepholz positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt verzeichnet der Landkreis nunmehr 406 bestätigte COVID-19-Fälle. 26 Personen sind bisher in Zusammenhang mit der Viruserkrankung verstorben.

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