„Torfrock“ singt Kultlieder – Besucherzahlen bleiben hinter Erwartungen zurück
Spaß bei „Volle Granate Renate“

Haldem (WB). Ein flehender Ruf nach „Odin“, der wohl wichtigsten Gestalt am germanischen Götterhimmel, und dann geht die Post ab. „Wir saufen den Met bis keiner mehr steht – unser Häuptling heißt rote Locke“, singen die Torfrocker auf der Bühne im Ilweder Wäldchen und das Publikum grölt den Refrain textsicher mit.

Dienstag, 01.09.2020, 04:00 Uhr
Die Kult-Band Torfrock stand auf der Bühne beim „Stemweder Waldgeflüster“. Foto: Heidrun Mühlke
Die Kult-Band Torfrock stand auf der Bühne beim „Stemweder Waldgeflüster“. Foto: Heidrun Mühlke

Die norddeutsche Band „Torfrock“ lieferte am Sonntagabend den zweiten Auftritt in der Konzertreihe „Stemweder Waldgeflüster“ . Gut 120 bestens gelaunte Fans feierten die Rock ‚n‘ Roll- Band. Und die brachten mit Kultsongs, wie „Presslufthammer-Bernhard“, „Beinhart“ oder „Volle Granate Renate“, Stimmung in die Zuschauerreihen.

Klamauk in Höchstform

„Vielen, vielen Danke!“ freut sich Sänger Klaus Büchner in bewusst nicht ganz korrektem Deutsch über tosendem Beifall. „Vielen, vielen Bitte!“ geben die treuen Fans zurück. Zwischendurch gibt der Barde mit dem grauen Jackett und dem Bowler auf dem Kopf Gedichte zum Besten. Etwas sinnfrei vielleicht, aber es reimt sich und die Zuschauer lieben es. Klamauk in Höchstform! Torfrock macht eben Spaß. Durch und durch.

„Mit dem ‚Stemweder Waldgeflüster‘ wollten wir eine Ablenkung von der Corona-Krise für die Bürger der Gemeinden und Städte im Umkreis Stemwede schaffen“, sagt Veranstalter Guido Niestrath, Chef des Twiehausener Eventservice LSM. Die Besucher sollten in schöner Open-Air-Atmosphäre nach langer Zeit ihr Verlangen nach sozialen Kontakten, mitreißender Musik und dem kulturellen Leben stellen können, macht er deutlich.

Aber die Besucherzahlen der Konzerte entsprechen längst nicht den Erwartungen. Nur etwa ein Viertel der 500 Plätze sind besetzt. „Wir wollten den Bürgern ein Stück Normalität näher bringen – gerade jetzt, wo in der Corona-Krise Konzerte, Schützenfeste und Märkte ausfallen“, sagt Niestrath.

Enorme Herausforderungen

Sowieso musste sich das Organisationsteam des Unternehmens LSM coronabedingt enormen Herausforderungen für die Durchführung der Konzertreihe, besonders hinsichtlich des Hygienekonzeptes, stellen. „Wir haben Mitte Juli mit den Planungen begonnen, aber noch eine Woche vor dem Start war nicht ganz geklärt, ob auch wirklich alles klappt“, erzählt Veranstaltungskauffrau Merle Westerhold.

Normalerweise starte auch der Vorverkauf für Veranstaltungen in solchen Dimensionen etwa drei Monate zuvor. „Zum ‚Stemweder Waldgeflüster‘ hat der Vorverkauf gerade mal in der Woche zuvor begonnen“, erklärt Westerhold. Einige der geplanten Konzerte mussten nun sogar abgesagt werden, weil der Vorverkauf einfach nicht entsprechend anlief. Freuen dürfen sich die Fans aber auf Anna Maria Zimmermann und das Free Steps Orchestra am Freitag, 4. September, ab 19 Uhr sowie auf den Sommernachtstraum von Uwe Müller am Samstag, 5. September, ab 19 Uhr.

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