Nachhaltigkeitspreis 2020 nach Bielefeld, Harsewinkel und Stemwede
„Stahl für einen Eiffelturm“

Bielefeld/Harsewinkel/Stemwede (WB). Viele kleine Mengen führen am Ende auch zu einem ansehnlichen Berg an recycelbarem Stahl. „Durch die Aufbereitung alter Kupplungskomponenten im Bielefelder Werk des Autozulieferers ZF wird jährlich so viel Stahl zur Wiederverwendung gebracht, dass man damit einen zweiten Pariser Eiffelturm bauen könnte“, erklärte am Freitag Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und Leiter der Jury für den ostwestfälischen Nachhaltigkeitspreis. Um die Kreislaufwirtschaft in der Automobilbranche weiter zu bringen, entwickele ZF inzwischen ein ähnliches System auch für Elektro-Komponenten.

Samstag, 12.09.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 12.09.2020, 05:02 Uhr
Preisträger und Organisatoren (von links): Petra Pigerl-Radtke (IHK Ostwestfalen), Karl-Heinrich Depenbrock (Stemwede), Bodo Cordes (regionale Umweltstiftung), Jörg Witthöft (ZF Bielefeld), Alexander Bonde (Bundesstiftung Umwelt), Wolfgang Strotmann (Holzmanufaktur Harsewinkel) und Ulrich Tepper (IHK). Foto: Thomas F. Starke
Preisträger und Organisatoren (von links): Petra Pigerl-Radtke (IHK Ostwestfalen), Karl-Heinrich Depenbrock (Stemwede), Bodo Cordes (regionale Umweltstiftung), Jörg Witthöft (ZF Bielefeld), Alexander Bonde (Bundesstiftung Umwelt), Wolfgang Strotmann (Holzmanufaktur Harsewinkel) und Ulrich Tepper (IHK). Foto: Thomas F. Starke

Neben ZF wurden am Freitag in der IHK in Bielefeld zwei weitere Preisträger ausgezeichnet. Die Stemweder Baufirma Depenbrock erhielt den Nachhaltigkeitspreis für das Energiekonzept ihrer Hauptverwaltung, bei dem Geothermie, Photovoltaik, Batterie- und Eisspeicher zusammenwirkten. Die Holzmanufaktur Harsewinkel, die Schülern in Kursen regelmäßig erste handwerkliche Fähigkeiten vermittelt und dabei den Werkstoff Holz nahe bringt, erhielt ihn für ihr großes soziales Engagement.

Vergeben wurde der Nachhaltigkeitspreis zum dritten Mal von der Umweltstiftung der ostwestfälischen Wirtschaft. Sie finanziert sich nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Bodo Cordes nach wie vor aus den 300.000 D-Mark Preisgeld, die die ostwestfälische Wirtschaft 1994 mit dem Deutschen Umweltpreis erhielt.

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