CDU in Stemwede vorn – Starke FDP überrascht mit 19,9 Prozent
Abruszat erringt 90,4 Prozent

Stemwede (weh). Bürgermeister Kai Abruszat (FDP) hat mit 90,4 Prozent der Stimmen einen fast schon sensationellen Vertrauensbeweis der Stemweder Wähler erhalten. „Mit großer Freude und Dankbarkeit nehme ich dieses herausragende Ergebnis an. Freude, Dankbarkeit und zugleich Demut sind für mich Auftrag, auch in Zukunft für die Menschen rund um den Stemweder Berg die Geschicke der coolsten Kommune im Kreis Minden-Lübbecke weiter zu gestalten“, sagte Abruszat überglücklich.

Sonntag, 13.09.2020, 22:42 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 22:52 Uhr
Sie stießen an: Bei Rosengarten in Ilwede gratulierte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Andreas Weingärtner (rechts) Bürgermeister Kai Abruszat (FDP) zur Wiederwahl. Foto: Kokemoor
Sie stießen an: Bei Rosengarten in Ilwede gratulierte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Andreas Weingärtner (rechts) Bürgermeister Kai Abruszat (FDP) zur Wiederwahl. Foto: Kokemoor

Bei der Gemeinderatswahl hat vor allem die FDP überrascht. Sie bekam 19,9 Prozent und ist zweitstärkste Partei. Mit Lars Bunge in Niedermehnen und Dierk Möller-Nolting in Haldem errang die FDP sogar zwei Direktmandate.

AfD erringt ein Ratsmandat

„Wir beglückwünschen Kai Abruszat zur Wiederwahl und freuen uns über unser gutes Ergebnis. Ganz besonders freuen wir uns über die beiden Direktwahlmandate. Damit können wir unseren FDP-Bürgermeister in den nächsten Jahren weiterhin unterstützen und mitwirken, unsere Gemeinde weiter zu entwickeln“, sagte FDP-Vorsitzender Wolfgang Fricke. Die Liberalen ziehen mit sechs Kandidaten in den neuen Gemeinderat ein.

Verluste mussten CDU und SPD hinnehmen. Die Christdemokraten verschlechterten sich von 47,9 Prozent auf 44,1 Prozent. Die Sozialdemokraten erreichten nur 18,9 Prozent. 2014 waren es noch 26,8 Prozent gewesen. Die Grünen verbesserten sich von 9,7 auf 11,6 Prozent und bekommen vier Sitze im Rat.

Die Freie Wählergemeinschaft, die 2014 noch auf 5,9 Prozent gekommen war, erreichte diesmal nur 2,8 Prozent. Mit Jürgen Lückermann wird sie nur noch ein Ratsmitglied stellen. Mit 2,7 Prozent der Wählerstimmen wird die AfD erstmals mit einem Kandidaten (Daniel Stockmann) in den Stemweder Gemeinderat einziehen.

„Wir sind als CDU etwas enttäuscht, dass wir Haldem und Niedermehnen an die FDP verloren haben. Unter dem Strich sind wir trotz leichter Verluste zufrieden“, sagte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Andreas Weingärtner. Er selbst konnte sich diesmal im Westruper Wahlbezirk mit 40 Stimmen Vorsprung gegen den SPD-Bewerber Wilhelm Riesmeier durchsetzen.

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