„Stemmi und Wedi“ geben auf Facebook Tipps – Verwaltung weist auf Nabu-Seite hin
Stemwede wirbt für Schutz der Igel

Stemwede (WB). Dass die Mäuse-Figuren „Stemmi und Wedi“ offizielle „Botschafter“ der Gemeinde Stemwede sind, ist bekannt. Jetzt sind sie auf Initiative der Gemeindeverwaltung auch unter die Naturschützer gegangen.

Donnerstag, 17.09.2020, 05:00 Uhr
Igel halten sich nachts gern auf Rasenflächen auf. Mähroboter können die Tiere schwer verletzen. Sie sterben elendig. Foto: Betty/pixelio.de
Igel halten sich nachts gern auf Rasenflächen auf. Mähroboter können die Tiere schwer verletzen. Sie sterben elendig. Foto: Betty/pixelio.de

Die Gemeinde wirbt mit ihren „Mäusen“ durch einen Beitrag auf der Stemwede-Facebook-Seite für den Schutz der Igel. „Bitte nehmt Rücksicht auf die Tiere und Insekten in unserem Garten und lasst Mähroboter nur tagsüber und unter Aufsicht arbeiten”, sagen „Stemmi“ und „Wedi“. Die Gemeinde Stemwede bietet in diesem Beitrag einen Link auf eine Internetseite des Nabu zum Thema Igelschutz an.

Massive Verletzungen

„Mähroboter werden immer beliebter, nehmen sie doch eine oft ungeliebte Aufgabe ab“, schreibt der Nabu. „Was viele aber nicht wissen: Für Igel sind die Geräte eine tödliche Gefahr , besonders, wenn sie in der Nacht zum Einsatz kommen. Denn anstatt vor den Mähern zu flüchten, rollen sich die Stacheltiere bei Gefahr zu einer Kugel zusammen und erstarren für einige Minuten. Oft erleiden die Tiere durch die scharfen Messer massive Verletzungen. Jungtiere sind besonders gefährdet, allein schon wegen ihrer geringeren Körpergröße.“ Oft bleibe das Massaker auf dem Rasen unbemerkt, da die Wildtiere im Verletzungsfall keine Schmerzenslaute ausstoßen und sich ins Unterholz zurückziehen würden, um dort qualvoll zu verenden, warnt der Nabu.

Die Naturschutzorganisation wirbt ohnehin dafür, den Rasen nicht permanent kurz zu schneiden: “Das schadet Igeln und anderen Gartentieren bei der Nahrungssuche. Den biologisch wertlosen Grünflächen fehlen Blühpflanzen und Kräuter, die den Insekten und Kleintiere Nahrung bieten. Bleiben diese aus, wird auch der Igel nicht satt.“

Wer Igeln helfen möchte, solle seinen Garten möglichst naturnah gestalten, Sträucher und Stauden anlegen, zudem eine wilde Ecke oder auch ein selbst gebautes Igelhaus, empfiehlt der Nabu.

Reisighaufen hilft

Schon ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch weiter an Gewicht zuzulegen. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. N „Wer den einen dauerhaften Platz bieten möchte, kann den Reisighaufen mit einer Basis aus Steinen versehen“, schreibt der Nabu.

Manche verspätete Jungigel seinen in der Spätherbst- und Winterzeit tagsüber unterwegs, um sich weitere Fettreserven anzufressen. „Diese Tiere sollten nicht aus falsch verstandener Fürsorge aufgenommen werden. Nur wenn ein Igel auffallend unterernährt oder krank ist, sollte er versorgt oder einer Igelstation übergeben werden. Gefüttert werden sollte unverderbliches Feucht- oder Trockenfutter für Katzen (nicht für Hunde), keinesfalls Speisereste, warnt der Nabu (www.nabu.de)

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