Gemeinde startet weitere Offensive – auch Grundschulen sollen profitieren
Stemwede rüstet Schulen digital auf

Stemwede (WB/weh). In Sachen „Digitaler Unterricht” war die Gemeinde Stemwede bereits ein Vorreiter. Sie stattete zum Schuljahr 2017/18 zum ersten Mal einen kompletten Schülerjahrgang der Sekundarschule in Wehdem mit iPads für die Arbeit im Unterricht aus. Die Kosten dafür wurden aus dem Gemeindehaushalt gedeckt. Dafür galt die Stemweder-Berg-Schule als Vorzeigeschule in Sachen Digitalisierung. Profitieren sollen davon auch die Grundschulen Levern, Haldem und Oppenwehe.

Mittwoch, 23.09.2020, 03:14 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 03:30 Uhr
Unterricht per Tablet, so wie hier auf diesem Symbolfoto, gehört an der Stemweder-Berg-Schule schon seit 2017 zum Schulalltag. Foto: dpa
Unterricht per Tablet, so wie hier auf diesem Symbolfoto, gehört an der Stemweder-Berg-Schule schon seit 2017 zum Schulalltag. Foto: dpa

Jetzt startet die Gemeinde Stemwede eine weitere umfassende Offensive zur Digitalisierung sämtlicher kommunaler Schulen im Gemeindegebiet. „Im Fokus stehen dabei sowohl die Ausrüstung der Schulen mit modernster Glasfasertechnologie als auch die Beschaffung von digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte“, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Vorreiterrolle

„Unsere Stemweder-Berg-Schule in Wehdem hatte bislang auch überregional eine Vorreiterrolle. Beim Homeschooling, ausgelöst durch Corona, hat sich bewährt, dass alle Akteure unserer Sekundarschule bereits seit Jahren professionell digitales Lernen in den Fokus gestellt haben,“ betont Bürgermeister Kai Abruszat. „Mein Eindruck ist, dass diese seit 2017 konsequent umgesetzte Strategie die Kompetenzen und Bildungsvoraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler in Wehdem nachhaltig gestärkt hat,“ sagt Abruszat. Jetzt gehe es darum, diese Erfahrungen zu nutzen und sie auf die kommunalen Grundschulen in Levern, Haldem und Oppenwehe zu übertragen.

Für den Standort Levern steht derzeit der so genannte Eigenwirtschaftliche Ausbau der Innogy-Unternehmensgruppe vor dem Abschluss. „Das Glasfaser liegt in Kürze im Schulgebäude,“ teilt der Bürgermeister mit.

Als nächstes seien die Erweiterungen des Netzwerkes und die Zurverfügungstellung der Glasfasertechnik bis ins letzte Klassenzimmer vorgesehen.

Zuschüsse von Bund und Land

Die Gemeindeverwaltung rechnet bis 2021 mit der technischen Umsetzung dieser bestehenden Planungen. Auch die Standorte Haldem und Oppenwehe werden durch die Digitalisierungsoffensive der Gemeinde zukunftsfit gemacht. „Für beide Schulen rechnen wir mit Kosten von je 50.000 Euro. Eine Förderzusage in Höhe von 50 Prozent durch den Bund liegt bereits vor.

Weitere 40 Prozent werden vom Land Nordrhein-Westfalen getragen, so dass lediglich 10 Prozent Kostenanteil bei der Gemeinde verbleiben“, erklärt der Abruszat. „Das Geld ist gut investiert. Auch Schülerinnen und Schüler der Grundschulen werden so frühzeitig mit den Herausforderungen der Digitalisierung vertraut gemacht.“

Noch in diesem Jahr will die Gemeinde mit der Ausschreibung für den Ausbau in Haldem und Oppenwehe beginnen und wünscht sich ebenso für das kommende Jahr eine Umsetzung der bestehenden Planungen. Zugleich hat die Gemeinde Stemwede aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern etwa 46.000 Euro erhalten, die für digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler in besonderen Bedarfslagen eingesetzt werden sollen. Zusätzliche 35.500 Euro stehen für die Beschaffung von iPads und Laptops für das pädagogische Personal zur Verfügung. Zum Digitalgipfel vom Montag im Kanzleramt sagte Kai Abruszat auf Nachfrage dieser Zeitung: „Die Kommunen benötigen eine unbürokratische und vor allem schnelle Zuweisung von Finanzmitteln aus Berlin und Düsseldorf. Nur so kann die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Digitalisierung in der Bildungspolitik erfolgreich umgesetzt werden.“

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