Bürger installieren neue Ortsteil-Tafel und setzen Narzissen-Zwiebeln
Sunderner putzen ihr Dorf heraus

Stemwede (WB/weh). Erneut haben sich freiwillige Bürger getroffen, um ihren Ort zu verschönern: Sundern hat nun eine Ortsteil-Tafel im Hegerfelderort, außerdem wurden an den Straßenrändern, verteilt über das Dorf, 900 Narzissen-Zwiebeln gepflanzt.

Dienstag, 13.10.2020, 02:00 Uhr
Jetzt wissen ortsunkundige Wanderer, wo sie ihre Rast einlegen: Sunderner Heimatfreunde Sundern montieren die Tafel an die Bank Foto:
Jetzt wissen ortsunkundige Wanderer, wo sie ihre Rast einlegen: Sunderner Heimatfreunde Sundern montieren die Tafel an die Bank

Die Idee, eine Ortsteil-Tafel Hegerfelderort aufzustellen, kam von Ortsheimatpflegerin Gertrud Premke. Doch die Frage war zunächst: Wohin mit dem Hinweis auf den historischen Ortsteil? „Denn immerhin geht der Name ‚Hegerfelderort‘ historisch auf die lange Geschichte des Geschlechts der Hegerfelds zurück, deren Familien hier im idyllischen waldreichen Teil Sunderns am Sunderner Hügel ihre Ursprünge haben“, erläutert Gertrud Premke. „Um nicht weiterhin Straßenränder in ein Schildermeer zu verwandeln, wurde die Tafel gut sichtbar einfach oberhalb einer Sitzbank befestigt. Das kann als Beispiel für weitere Ortsteile mit Bänken und Hinweistafeln dienen“, meint die Heimatpflegerin.

Alte historische Bezeichnungen

Ortschaften seien häufig noch in besondere Ortsteile unterteilt – in Sundern gibt es zum Beispiel Schierlage (Schielge) oder Tegedamm (Tiägedamm). „Mit einem Hinweis wird die Erinnerung der alten historischen Bezeichnungen im Gedächtnis gehalten und bewahrt – eine Alternative zum gewöhnlichen plattdeutschen Spruch ‚Sätt die man dal‘, der häufig auf den Rückenseiten von Bänken zu lesen ist“, sagt Gertrud Premke.

Darüber hinaus haben die Heimatfreunde Sundern bislang 900 Narzissen-Zwiebeln in den harten lehmigen und teilweise schwer zu bearbeitenden steinigen Erdboden ihres Dorfs gepflanzt. „Das war eine richtig schweißtreibende Tätigkeit, die so manchen sonst nicht so beanspruchten Muskel bei ungewohnter Spatenarbeit herausforderte und mehr als Muskelkater hervorrief,” berichtet Gertrud Premke.

Noch seien 700 Zwiebeln übrig, die darauf warteten, in ein Erdloch gesetzt zu werden. Daher richtet die Ortsheimatpflegerin einen „sanften Aufruf“ an alle Sunderner Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einem blühenden Ort haben, diese Arbeit mit einer Pflanzaktion zu unterstützen.

Verschönerungsverein?

„Mein besonderer Dank geht schon jetzt an die Gründflächenpfleger in Sundern unter der Leitung von Günter Ahlers, die unermüdlich im Einsatz sind, um die Grünflächen an Bänken und öffentlichen Plätzen sauber zu halten und zu pflegen“, sagt Gertrud Premke. Ebenso richtet sie einen Dank an die Jägerschaft für deren Engagement zur Erhaltung der Natur und Verschönerung der Ortschaft. „Ein großes Anliegen und ein Wunsch meinerseits wäre es, mit diesen Zielgruppen eine Art lockeren Verschönerungsverein aufzubauen“, sagt sie. „Dann wäre alles organisierter und unter einem Dach ein Austausch einfacher“, betont die Ortsheimatpflegerin mit Blick in die Zukunft.

Wer sich an der nächsten Pflanzaktion beteiligen möchte, wird darum gebeten, sich zwecks Absprache und Terminplanung an Gertrud Premke unter Telefon 05745/478 zu wenden.

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