Neuer Verein packt an: Drohner Dorfgemeinschaft beginnt mit Umbau der Feierhalle
Immenklause wird komplett saniert

Stemwede (WB). „Wir bauen um“ steht in großen Lettern auf dem Banner an der Drohner Immen­klause. Der Verein Dorfgemeinschaft Drohne um seinen Vorsitzenden Heinrich Rennegarbe hat sich für den Umbau stark gemacht. Aus der ehemaligen gemeindlichen Feierhalle Immen­klause soll nun ein Dorfgemeinschaftshaus werden. „Wir sind ein neu gegründeter Verein, der sich 2019 zusammengefunden hat – mit dem Zweck des Betreibens eines Dorfgemeinschaftshauses“, erklärt Rennegarbe.

Dienstag, 27.10.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 08:44 Uhr
Die Dorfgemeinschaft Drohne, hier einige Vereinsmitglieder, freut sich auf den Umbau der Immenklause zum Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Heidrun Mühlke
Die Dorfgemeinschaft Drohne, hier einige Vereinsmitglieder, freut sich auf den Umbau der Immenklause zum Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Heidrun Mühlke

Mit neuer Raumaufteilung, anderer Außenansicht und mit dem Einbau neuer Fenster – also letztendlich einer Komplettsanierung – soll die Immenklause in ein Dorfgemeinschaftshaus verwandelt werden. Vereinsintern dürfen die Räumlichkeiten dann gegen eine Spende genutzt werden. Aufgeteilt ist das Gebäude nach dem Umbau in drei Räume, die für 25 bis 70 Menschen ausgelegt sind. Eine Kochmöglichkeit wird nicht vorhanden sein.

Öffentliche Zuschüsse fließen

Bisher war die Immenklause vielen Bürgern auch als Feierhalle bekannt, die für Feste und Treffen aller Art von der Gemeinde Stemwede gemietet werden konnte. Sie stand auch den Drohner Vereinen zur Verfügung. Seit Jahren hätte es die Gemeinde Stemwede gern gesehen, dass die örtlichen Vereine das Objekt in ihren Besitz übernehmen. Stemwede hat bereits mehrere Vereinsheime übertragen, doch in Drohne scheute man sich davor wegen der Größe des Objekts.

Doch weil jetzt auch enorme öffentliche Zuschüsse vom Land NRW winken, unternahmen die Drohner im vergangenen Jahr den entscheidenden Schritt . Ihr neuer Verein, der sich um die Sanierung und um den späteren Unterhalt der Immenklause kümmern wird, hat derzeit schon 112 Mitglieder gefunden, die sich hier engagieren wollen. „Wir haben die notwendigen Anträge in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stemwede an das Land Nordrhein-Westfalen gestellt und auch an das Bundesministerium. Im zurückliegenden Jahr bekamen wir offiziell die Bewilligung der Maßnahmen“, freut sich Renngarbe.

Die Baugenehmigung vom Kreis liege vor, man müsse derzeit noch einige Gutachten für den Baubeginn erbringen. „Wir sind bereit und streben an, diese Umbaumaßnahmen bis Ende des nächsten Jahres abzuschließen“, sagt der Vorsitzende und ergänzt: „Der Verein würde sich sehr über engagierte Bürger freuen, die Lust haben, an dem Projekt mitzuwirken.“

Immenklause bekommt Zukunft

Neben Heinrich Renngarbe als erster Vorsitzender gehören zum Vorstand Harald Heuchel als sein Stellvertreter und Ines Oelschläger als Kassiererin. „Das wird ein ganz starkes Stück Drohne“, ist sich Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat sicher. „Ich bin sehr stolz darauf, dass sich ein ehrenamtlich getragener Verein gegründet hat und so aktiv ist, um ein besonderes Dorf der Gemeinde Stemwede weiterzuentwickeln“, lobte der Verwaltungschef die Drohner. Die Immenklause bekäme so eine Zukunft.

„Viele Generationen beteiligen sich – das ist vorbildlich“, machte Abruszat deutlich. Darum sei jeder Cent der hohen Investitionssumme sein Geld wert: 241.000 Euro übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen, knapp 130.000 Euro die Gemeinde Stemwede. „Das ist gut investiertes Geld für eine starke Gemeinschaft!“, fand Bürgermeister Kai Abruszat.

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