In Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Totschlags: Ermittlungen richten sich gegen Ehemann (39) des Opfers
Getötete Frau (33) war dreifache Mutter

Hüde (WB) -

Die tote Frau, die am Montagabend in an der Düversbrucher Straße in Hüde am Dümmer gefunden wurde, war Mutter von drei Kindern. Die Polizei geht nach Informationen dieser Zeitung von einer Beziehungstat aus.

Mittwoch, 25.11.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 20:26 Uhr
Der Ort, an dem die Leiche gefunden wurde.
Der Ort, an dem die Leiche gefunden wurde. Foto: Viola Willmann

Die Menschen in Hüde und Umgebung sind tief erschüttert: Die 33-jährige Frau, die am Montagabend tot an der Düversbrucher Straße östlich von Evershorst zwischen Hüde und Burlage aufgefunden wurde, war dreifache Mutter. Polizei und Staatsanwalt gehen von einem Tötungsdelikt aus. Als Motiv kommt offenbar eine Beziehungstat in Betracht. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei Diepholz und der Staatsanwaltschaft hervor.

„Nachdem sich aus den Umständen vor Ort der Verdacht eines Tötungsdelikts ergeben hatte, richten sich die Ermittlungen nun gegen den 39-jährigen Ehemann der Getöteten“, teilte Thomas Gissing, Pressesprecher der Polizeiinspektion Diepholz, am Mittwoch mit. „Es wird wegen des Verdachts des Totschlags gegen ihn ermittelt.“

Ein Notarzt hatte noch am Fundort den Tod der 33-jährigen Frau festgestellt. Die Polizei sperrte den Bereich um den Auffindeort ab und sicherte die ganze Nacht über Spuren. „Eine Obduktion der Leiche fand am Dienstagnachmittag statt. Demnach wurde die 33-Jährige gewaltsam getötet“, sagte Gissing. „Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete der zuständige Ermittlungsrichter heute die Untersuchungshaft des Beschuldigten an.“

Die Polizei bittet Zeugen, die am Montag, 23. November, in der Zeit zwischen 19 und 23 Uhr in Hüde in der Düversbrucher Straße/ Einmündung Mecklinge (Schotterplatz am weißen Stromverteilerturm) etwas beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei Diepholz unter Telefon 05441/9710, entgegen.

„Weitere Auskünfte können derzeit nicht gemacht werden“, erklärte der Polizeisprecher. „Die Ermittlungen dauern an.“

Wie diese Zeitung erfuhr, übernahm noch am Montagabend das Jugendamt zunächst vorsorglich die Obhut über die drei Kinder. Es gebe aber Großeltern und weitere Familienangehörige, mit denen das Jugendamt über den weiteren Verbleib der Kinder sprechen werde, hieß es aus Kreisen der Behörde.

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