Haupt- und Finanzausschuss tagt am 20. Januar in Wehdem – Einbruch bei den Tourismus-Zahlen – Die Stemweder Gemeindeverwaltung rät:
Stemwede soll dem Bahn-Bündnis beitreten

Stemwede -

Trotz der aktuellen Corona-Auflagen will die Gemeinde Stemwede – Stand am Montag – die erste Sitzung des neuen Haupt- und Finanzausschusses durchführen.

Dienstag, 12.01.2021, 04:28 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 04:30 Uhr
Hier ist in Richtung Norden am Rahdener Bahnhof für die Züge Schluss. Die Gemeinde Stemwede würde eine Reaktivierung der Strecke in Richtung Bassum befürworten. Der Ausschuss berät daher über den Beitritt in das „Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde“.
Hier ist in Richtung Norden am Rahdener Bahnhof für die Züge Schluss. Die Gemeinde Stemwede würde eine Reaktivierung der Strecke in Richtung Bassum befürworten. Der Ausschuss berät daher über den Beitritt in das „Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde“.

Unter Corona-Sicherheitsbedingungen soll sie am Mittwoch, 20. Januar, von 17 Uhr an im großen Saal der Begegnungsstätte Wehdem erfolgen.

Einer der Tagesordnungspunkte ist die Empfehlung der Gemeindeverwaltung, dass Stemwede dem „Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde e. V.“ (AEBB) beitreten soll. Das Bündnis verfolgt den Zweck, die Eisenbahnstrecke mit den abzweigenden Nebenstrecken (Diepholz-Nienburg, Rahden -Nienburg und Holzhausen–Heddinghausen–Bohmte) zu erhalten und zu deren Reaktivierung beizutragen.

Dem Aktionsbündnis haben sich neben der Stadt Sulingen und der Stadt Rahden bereits zehn weitere Anrainerkommunen angeschlossen. „Darüber hinaus wird das Vorhaben aktuell auch vom heimischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie vom Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft unterstützt“, schreibt die Gemeindeverwaltung. „Obwohl nicht direkter Anrainer, wäre eine Reaktivierung auch für die Gemeinde Stemwede und seine Bevölkerung vorteilhaft und würde ein zusätzliches und klimafreundliches Mobilitätsangebot schaffen.“

Darüber hinaus wäre davon auszugehen, dass auch bereits bestehende öffentliche Mobilitätsangebote (Mobilstation, LandEi mobil, Fahrdienst Stemwede und Weitere) sowie der gesamte Radverkehr „signifikant von einer Reaktivierung profitieren würden“, schreibt die Gemeindeverwaltung. „Mit dem „Rail-Campus OWL“ befindet sich in Minden außerdem ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungszentrum von Hochschule, Bahn und Wirtschaft in Planung, für dessen Umsetzung jüngst Bundesfördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro gewährt wurden.“

Das AEBB erhebt gegenüber seinen Mitgliedern einen jährlichen Mindestmitgliedsbeitrag in Höhe von 24 Euro.

Einen wichtigen Teil der Hauptausschusssitzung soll das Thema Tourismus einnehmen. Die Agentur „Roter Faden“ hat im Auftrag der Gemeinde eine Werbekonzeption erstellt. Kern dieses Konzeptes sind die Werbebotschaften „Komm nach Stemwede“ „und komm wieder“. Diese wurden bereits in einem Großteil der gemeindeeigenen Publikationen umgesetzt. „Auf Grundlage der Kernbotschaft wurde nun für das Jahr 2021 eine Plakatkampagne ausgearbeitet, mit der offensiv und leicht humoristisch das touristische und kulturelle Angebot beworben werden soll“, schreibt die Gemeindeverwaltung. Die einzelnen Kampagnen-Motive werden in der Sitzung präsentiert.

Die Tourismuszahlen aus 2020 werden ebenfalls in der Sitzung präsentiert. Auch in Stemwede hinterließ Corona eine ziemliche Delle. Die Monate Januar und Februar 2020 waren zwar mit Blick auf die Ankünfte als auch auf die Übernachtungen von Gästen etwa auf Vorjahresniveau. Doch mit Beginn der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie ab etwa Mitte März brachen Ankünfte und Übernachtungen deutlich ein. „Für den April wurden in Stemwede sogar weder Ankünfte noch Übernachtungen gemeldet“, schreibt die Gemeindeverwaltung. „Über die Sommermonate kam es dann zu einer raschen und deutlichen Erholung der Zahlen, insbesondere auch im Vergleich zum gesamten Kreisgebiet. Im Monat Oktober 2020 konnten gar mehr Übernachtungen verzeichnet werden als im Vorjahr

Die Zahlen für die Monate November und Dezember 2020 liegen derzeit noch nicht vor. „Aufgrund der erneuten und strikten Beschränkungen ab Anfang November 2020 ist allerdings mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen“, befürchtet die Verwaltung.

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