Luise Winkelmann-Meyer aus Westrup geht einem besonderen Hobby nach
Von der Teetüte zum Untersetzer

Westrup -

Hobbys gibt es ganz unterschiedlicher Art. Auch im künstlerischen Bereich gibt es immer wieder Neues.

Montag, 22.02.2021, 05:03 Uhr aktualisiert: 22.02.2021, 05:10 Uhr
Luise Winkelmann-Meyer zeigt das fertige Produkt. Das kann sich sehen lassen und ist ein Hingucker auf jedem Tisch.
Luise Winkelmann-Meyer zeigt das fertige Produkt. Das kann sich sehen lassen und ist ein Hingucker auf jedem Tisch. Foto: Heidrun Mühlke

Luise Winkelmann-Meyer aus Westrup bastelt in ihrer Freizeit liebend gerne mit Papieren und Folien. Ein besonderes Hobby ist das Falten von Tischsets und Untersetzern aus Teetütchen, also dem bunten Papier um die einzelnen Teebeutel.

„Die Teetütchen gibt es in unzähligen verschiedenen Farben und Mustern“, sagt sie. Das mache den besonderen Reiz an diesem recht ungewöhnlichen Hobby aus. Bis vor zwei Jahren war Luise Winkelmann-Meyer noch in der Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem beschäftigt. „Ich habe schon immer gerne etwas mit meinen Händen gefertigt, das kam auch manchmal den Patienten zugute.“

Über Stricken und Häkeln sowie dem Nähen von Patchworkdecken und -kissen, also dem Arbeiten mit Garnen und Stoffen ist Luise Winkelmann-Meyer irgendwann zu Papierarbeiten gekommen. „Aus alten Seekarten meines Mannes habe ich Schachteln gefaltet, aus alten Zeitungen Körbe geflochten, aus Eierkartons Blüten und Kränze gebastelt und eben aus Teetütchen Untersetzer und Sets gefaltet“, erklärt die Rentnerin, die sich freut, dass sie nun viel Zeit für ihre Hobbys hat. Langeweile kennt sie nicht.

Es können auch Kaffee- oder Chipstüten sein, die ich verwende.

Luise Winkelmann-Meyer

Upcyling, also das wieder verwenden verschiedener Materialien, hat sie sich ganz oben auf die Fahne geschrieben. „Es können auch Kaffee- oder Chipstüten sein, die ich verwende“, erklärt sie. Gerade durch die unterschiedliche Oberflächenstruktur – mal matt und mal glänzend – bekämen ihre Werke einen ganz individuellen Ausdruck.

Für die Falttechnik werden die Teetüten zunächst alle auf die gleiche Größe zugeschnitten und dann gefaltet, bevor sie ineinander gesteckt werden. Es entstehen lange Reihen, die mit Nadel und Faden per Hand sorgfältig zusammen genäht werden. Für einen Untersetzer benötigt Luise Wankelmann-Meyer um die 100 Teetütchen, für ein Platzset sogar an die 450.

„So viel Tee kann ich natürlich nicht trinken“, schmunzelt sie. Es gebe viele Sammler der kleinen Teetüten, die sie ihr dann vorbeibrächten. „Ich freue mich immer riesig. Manchmal hängt einfach eine Tüte an der Türklinke.“ Der Inhalt sei jedes Mal eine tolle Überraschung. „Ohne meine Sammler wäre ich aufgeschmissen“, sagt sie und dankt jedem, der für sie Teetüten zurücklegt, von ganzem Herzen. Inzwischen umfasse ihre eigene Teetütchensammlung ganz viele verschiedene, sogar etliche aus dem Ausland.

„Ich schaue dann, was farblich zusammenpasst und so entstehen entweder farbenfrohe Werke oder eben Sets und Untersetzer Ton in Ton.“ Eine aufwendige Arbeit, allein das Zusammennähen eines Platzsets dauere etwa zwei Stunden. Dafür können sich die fertigen Arbeiten sehen lassen und sind ein Hingucker auf jedem gedeckten Tisch.

Übrigens, wenn jemand Interesse an den außergewöhnlichen Platzsets oder Untersetzern hat, kann diese bei Luise Winkelmann-Meyer in Westrup für „kleines Geld“, nämlich ab fünf Euro, bekommen.

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