Di., 14.08.2018

Teil des Viadukt Wanderweges gesperrt Borkenkäfer im Eggewald

Bohrmehl auf der Rinde ist ein Indiz für den Befall.

Bohrmehl auf der Rinde ist ein Indiz für den Befall.

Altenbeken (WB). Förster hatten es befürchtet, nun ist es Gewissheit: Die Fichten im Eggewald bei Altenbeken kämpfen mit dem Buchdrucker, einer Unterart des Borkenkäfers.

Sturm Friederike hat im Frühjahr deutliche Spuren in den Wäldern der Egge und des Teutoburger Waldes hinterlassen. Vor allem die flach wurzelnden Fichten hatte der Sturm umgeworfen. Bei Aufräumarbeiten hat Revierförster Fabian Treyse nun den Käferbefall entdeckt und umgehend Maßnahmen eingeleitet.

Der Buchdrucker ist eine Käferart aus der Unterfamilie der Borkenkäfer, einem Forstschädling. Er befällt vor allem Fichten. Normalerweise wehrt der Baum Schädlinge durch die Absonderung von Harz ab, ist er aber geschwächt, haben die Käfer relativ leichtes Spiel. Bei großer Hitze und Trockenheit vermehren sich Borkenkäfer sehr schnell, so dass es statt der üblichen zwei gleich drei Generationen Käfer gibt. Mehr als 100.000 Nachkommen kann ein einziges Weibchen in drei Generationen erzeugen.

Anzeichen für den Buchdrucker-Befall

Der Buchdrucker befällt in der ersten Generation bevorzugt liegendes Holz, dass wegen Friederike reichlich zu finden ist. Ab der zweiten und dritten Generation befällt der Buchdrucker auch gesunde Bäume. Förster Treyse hat bei seinen Kontrollgängen jetzt Bohrmehl auf der Rinde entdeckt, das entsteht, wenn sich die Männchen durch die Rinde bohren, um das Nest anzulegen. Unter der Rinde sieht man die charakteristischen Fraßbilder. Ein weiteres Anzeichen kann Harz sein oder Spuren des Spechts, der nach den Larven pickt. Jetzt ist schnelles Handeln gefordert. Befallene Bäume werden schnellstmöglich gefällt und abgefahren, bevor die nächste Generation Käfer ausfliegt.

Wegen der Baumfäll- und Transportarbeiten muss ein Teil des Viadukt Wanderweges gesperrt werden und zwar vom Driburger Grund bis zum Hossen­grund. Wanderer und Waldbesucher sollten diesen Bereich meiden und die Forstarbeiten nicht behindern. Ab September soll der Bereich wieder begehbar sein. Man werde versuchen, die Wege möglichst zu schonen, allerdings haben die Arbeiten jetzt oberste Priorität, erklärt Förster Treyse.

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