Sa., 25.08.2018

Richard Wiemers’ witzig-schräger Regionalkrimi spielt in Altenbeken Mord mit viel Lokalkolorit

Der Bürgermeister steckt tot in der Tuba. Die skurrile Krimigeschichte stammt aus der Feder des Altenbekener Realschullehrers und Musikers Richard Wiemers.

Der Bürgermeister steckt tot in der Tuba. Die skurrile Krimigeschichte stammt aus der Feder des Altenbekener Realschullehrers und Musikers Richard Wiemers. Foto: Manfred Stienecke

Von Manfred Stienecke

Altenbeken (WB). Am Tag nach seiner rauschenden Geburtstagsfeier wird der Bürgermeister tot aufgefunden. Er steckt kopfüber in einer Tuba. Damit nimmt der neue Krimi von Richard Wiemers Fahrt auf.

Handlungsort der schrägen Story ist sein Heimatort Altenbeken. Mit »Mord in der Tuba« wird die Eggegemeinde erstmals Schauplatz eines Regionalkrimis. Richard Wiemers, selbst in Altenbeken aufgewachsen und dort mit seiner Frau zuhause, hat jede Menge Lokalkolorit in die Geschichte eingebaut. »Die Figuren, die in meinem Buch auftauchen, sind frei erfunden«, betont der 61-jährige Realschullehrer, der die Fächer Musik und Englisch unterrichtet. »Es handelt sich aber um Typen, die man so in Altenbeken treffen könnte.«

Bei der Lektüre der abgefahrenen Krimihandlung wird so mancher Kenner des Paderborner Landes trotzdem ahnungsvoll schmunzeln, wenn der sensationsheischende Lokaljournalist mehr zu wissen glaubt als der ehrgeizige Kommissar. Auf die Suche nach dem unbekannten Mörder begeben sich auch der Gemeindebote und eine junge Gemeindebeamtin mit ihren beiden Freundinnen, einer Frisörin und einer Buchhändlerein. Gemeinsam kommt man der ruchlosen Tat auf die Spur. Dass der Showdown dann mitten in ein Volksfest fällt, ist nur eine der raffinierten Wendungen des Krimiautors.

Premierenlesung am 9. September

Der »Mord in der Tuba« ist bereits Wiemers’ dritte Kriminalgeschichte. »Die Initialzündung hatte ich 2013, als ich ein schräges Buch über einen ziemlich bekloppten Ermittler gelesen habe«, so der Autor. »Das Durchgeknallte hat mir so gefallen, dass ich selbst Spaß daran bekommen habe, einen solchen Ermittler zu kon-struieren.«

Auch auf der Mattscheibe sieht Wiemers am liebsten humorvolle TV-Krimis. »Meine Frau und ich lieben zum Beispiel die Wilsberg-Filme und den Münsteraner ’Tatort’«, erzählt er. »Den Schwedenkrimis dagegen kann ich nichts abgewinnen, die sind mir zu düster. Witz ist mir wichtig, und Musik sollte möglichst auch eine Rolle spielen.«

Als Musiker ist Richard Wiemers in der Region auch bestens bekannt. Als Teil des Benny-Düring-Trios steht er seit Jahrzehnten schon als Kontrabassist auf der Bühne. Außerdem leitet er seit vielen Jahren schon ein Bigband-Projekt in Altenbeken. Zu Hause setzt er sich auch ans Klavier. Die Tuba gehört dagegen nicht zu seinem Metier. Ihr bedient er sich jetzt nur literarisch.

Die Premierenlesung seines druckfrischen Krimis (Pendragon-Verlag, 344 Seiten, 13.50 Euro) wird am Sonntag, 9. September, natürlich in Altenbeken gefeiert. Um 17 Uhr stellt Wiemers im Bahnhofshotel Gilbert den »Mord in der Tuba« vor. Begleitet wird er dabei von dem heimischen Musiker Stefan Paehl (Gitarre/Gesang).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5997748?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851060%2F