Fr., 07.09.2018

Altenbekener Trägerverein hat bereits einen Rektor gefunden Realschulstart voll im Plan

Trägervereinsvorsitzender Ingo Kröger.

Trägervereinsvorsitzender Ingo Kröger.

Altenbeken (WB/bel). »Das Schulgebäude ist startfertig und einen Schulleiter haben wird auch schon.« Bei der anstehenden Gründung einer privaten Realschule in Altenbeken konnte Trägervereinsvorsitzender Ingo Kröger im Altenbekener Schulausschuss am Mittwoch Optimismus verbreiten. Schon im kommenden Jahr soll die Schule mit zwei Eingangsklassen an den Start gehen.

Bereits zu Jahresbeginn hatten sich für die Schulneugründung in Altenbeken ein Träger- und Förderverein konstituiert und eine erste Elternresonanz abgefragt (wir berichteten unter anderem am 24. März). In der Schullausschusssitzung stellte der Trägervereinsvorsitzende den aktuellen Verfahrensstand bei der Schulzulassung vor. Das Anmeldeverfahren sei sehr umfangreich und werde voraussichtlich noch mehr als ein halbes Jahr dauern. Dennoch geht Kröger klar davon aus, dass die Schule genehmigt wird und im kommenden Jahr an den Start geht. Das bestehende Schulgebäude sei bereits startfertig, derzeit arbeite der Trägerverein den Haushaltsplan für die Schule aus, der für zweieinhalb Jahre aufgestellt werden muss. Die Finanzierung der Schule sei klar durch Landesgesetzgebung geklärt, wonach das Land die Schule mit 94 Prozent und die Gemeinde mit sechs Prozent finanzieren wird.

Schwerpunkte MINT und Sprachen

Nach Aussage von Bürgermeister Hans Jürgen Wessels werde eine Schule in dieser Größenordnung etwa einen Gesamthaushalt von 2,5 Millionen Euro haben.

Auch beim Personal selbst sei man auf einem guten Weg, so Kröger weiter. Vor drei Wochen habe man einen erfahrenen Schulleiter gefunden, der bereits an zwei Schulen in leitender Funktion tätig gewesen ist. Derzeit arbeite man bei der Kollegiumszusammensetzung an der Abdeckung aller erforderlichen Fächer. Hier werde sich die Schule beim Lehrplan nicht von einer öffentlichen Schule unterscheiden. In der Elternbefragung habe man sich zudem für die Ausrichtung der Schule in Mint- und Sprachfächer entschieden. Zur Verfügung stehen im Schulgebäude 13 Klassenräume für etwa 50 Schüler zum Start. Kröger rechnet auch mit einer ausreichenden Schülernachfrage, da in Altenbeken pro Jahr etwa 90 Schüler auf weiterführende Schulen wechselten.

Kollegium startet mit drei Vollzeitkräften

Obwohl ein großes Interesse unter Pädagogen an der Mitarbeit an der neuen Privat-Schule vorhanden sei, suche der Trägerverein weiterhin noch Kollegen. Hier wolle man jedoch nicht offensiv abwerben, sondern hoffe auf »Mund-zu-Mund-Propaganda«.

Sobald das Gros des Kollegiums mit zunächst drei Vollzeit-Stellen stehe, werde man im Oktober/November einen Elterniformationsabend veranstalten. Zum Anmeldeverfahren führte Kröger aus, dass Eltern bei einer Privatschule die Möglichkeit der doppelten Anmeldung haben – sowohl an der neuen Privat- wie auch an einer öffentlichen Schule. Damit seinen die Eltern bei der Anmeldung auf jeden Fall auf der sicheren Seite, dass ihr Kind an der Wunschschule unterrichtet wird.

Förderverein hat 60 Mitglieder

Beim Schulgebäude wird derzeit noch zwischen Verein und Gemeinde geklärt, ob das Haus gemietet wird, oder ob die Variante einer Eigentumsübertragung in Frage kommt.

Auf die Frage aus der Politik, wie man die neue Schule unterstützen könnte, war Krögers Antwort klar: Mitglied im Förderverein (60 Mitglieder) werden. Dieser finanziere die Aufgaben des Trägervereins. Hier könne jedermann den Aufbau der neue Schule vor Ort aktiv unterstützen.

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