Sa., 08.09.2018

Hans Jürgen Wessels vermisst bis heute eine plausible Erklärung für das Geschehene Nazi-Orden: Bürgermeister nimmt Stellung

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Besim Mazhiqi

Altenbeken (WB/lmr). »Ich habe kein Interesse daran, dass Altenbeken auf Dauer mit einem Nazi-Orden oder Hakenkreuz-Schmierereien auf der L755 in Verbindung gebracht wird«, sagte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde. Erstmals bezog er öffentlich Stellung zum Vorfall um Altenbekens Ortsvorsteher Elmar Rode, der am Schützenfestmontag, 16. Juli, einen Orden der Nationalsozialisten trug.

Nach seinem Urlaub habe er am 13. August Elmar Rode zügig um ein Gespräch gebeten. »Das fand dann am 15. August statt. Ich muss klar sagen, dass ich Elmar Rode als einen Menschen kenne und erlebt habe, der kein nationalsozialistisches Gedankengut in sich trägt«, berichtete Wessels. In dem Gespräch habe er Elmar Rode nahe gelegt, all seine öffentlichen Ämter niederzulegen. »Denn den Bürgern musste gezeigt werden, dass wir als Verwaltung handeln«, so der Bürgermeister.

Bürgermeister Hans Jürgen Wessels

Des Weiteren habe er dem Ortsvorsteher ans Herz gelegt, offensiv mit dem Ereignis umzugehen und sich öffentlich zu dem Nazi-Orden zu äußern. »Ich bedaure, dass es bis heute keine plausible und einheitliche Schilderung des Vorfalls von seiner Seite gibt«, sagte Wessels. Zudem sei es für ihn unerklärlich, wieso der ehemalige Ortsvorsteher sich bis dato nicht öffentlich entschuldigt habe.

»Wir müssen leider auch feststellen, dass durch die Berichterstattung über den Nazi-Orden der Weg hin zum Hakenkreuz auf der L755 wenige Tage später kein weiter ist«, kommentierte Wessels die Schmiererei. Das Hakenkreuz auf der Landesstraße habe aber nichts mit Elmar Rode zu tun, sondern sei der medialen Präsenz des Vorfalls geschuldet.

»Nicht nur die regionale Presse ist so auf Altenbeken aufmerksam geworden«, betonte Wessels. Auch zahlreiche überregionale Online-Portale haben über das Hakenkreuz berichtet.« Die Mitglieder des Ausschusses äußerten sich zu dem Vorfall um Rode nicht.

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