Mo., 10.09.2018

Zum Jubiläumsfest des Ortes wird’s ein eigenes Bier geben Braukunst aus Schwaney

Selbst gebraut: Werner Böddeker, Hubertus Abraham und Heinz-Josef Bentfeld (von links) in ihrer kleinen Hausbrauerei. Seit drei Jahren werden hier verschiedene Biere als Hobby gebraut. Jetzt geht es an die Rezeptur fürs Jubiläumsbier.

Selbst gebraut: Werner Böddeker, Hubertus Abraham und Heinz-Josef Bentfeld (von links) in ihrer kleinen Hausbrauerei. Seit drei Jahren werden hier verschiedene Biere als Hobby gebraut. Jetzt geht es an die Rezeptur fürs Jubiläumsbier. Foto: Bernhard Liedmann

Von Bernhard Liedmann

Altenbeken (WB). Bei der VHS kann man so einiges lernen: Auch wie man im kleinen Anbauschuppen nebst Kneipen-Theke das eigene Bier braut. Und für das Dorfjubiläum in 2020 werden die Braufreunde in Schwaney auch das Jubiläumsbier austüfteln.

»Der Lehrer brachte damals seine kleine Brauereianlage einfach im Auto mit«, erinnern sich die Brauherren Werner Böddeker, Hubertus Abraham und Heinz-Josef Bentfeld an den Start des VHS-Kurses vor drei Jahren, der den Grundstein für das außergewöhnliche Hobby legte. Die Freunde des Gerstensaftes schafften sich anschließend die Gerätschaften Stück für Stück an, und so steht jetzt auf dem Koksberg in Schwaney eine kleine Hausbrauerei mit altem Brüggepott und Läuterbottich, damit der ganz normale Brauprozess nach deutschem Reinheitsgebot hier stattfinden kann. Inzwischen hat sich eine kleine Gruppe von knapp acht Braufreunden gefunden, die alle zwei Monate einen Brauprozess ansetzt und die dabei gewonnenen 80 Liter Bier im Freundeskreis auch genießt.

Alte Brautradition

Alles ist beim Zoll angemeldet, von irgendeiner Schwarzbrauerei kann also keine Rede sein. Mit einfachsten Mitteln wird dann die alte Brautradition praktiziert: Im Sudkessel wird in das aufgekochte Wasser Malzschrot zugegeben und gekocht. Dann wird alles in den Läuterbottich umgefüllt und mit Hopfen gekocht. Zum Schluss kommt die Hefe dazu und dann beginnt der erste Gärungsprozess. Nach drei Wochen wird das Bier in Fässern oder Flaschen abgefüllt und kann hier weitere acht Wochen ruhen. Nach zehn Wochen sind dann etwa 80 Liter Bier fertig und werden mit Freunden genossen.

»In der Regel machen wir dunkle und naturtrübe Biere, aber auch helle Biere und Weizen haben wir schon gebraut«, sagt Werner Böddeker, der Oberbrauer und Hausherr der Anlage.

Besonderes Etikett

Für das Jubiläum des Ortes im Jahr 2020, das mit verschiedenen Aktionen gefeiert wird, werden die Braufreunde ein besonderes Schwaneyer Bier kreieren. Da die Anlage natürlich nicht für geplante 3000 Liter ausreicht, wird in der Hausbrauerei nur die Rezeptur entwickelt und dann der Josefs-Brauerei in Olsberg in Auftrag gegeben, die als Integrationsunternehmen solche Sonderwünsche erfüllt. Erfahrungen zur richtigen Mischung haben die Braufreunde bereits zur Genüge. Wie das Jubiläumsbier aussehen wird, wissen die Braufreunde noch nicht. Das Bier soll im auf jeden Fall im Februar 2020 fertig sein. Es wird auch ein besonderes Etikett für die Flaschen mit einem Schwaneyer Motiv geben. Und eines ist ebenfalls für die Brauer schon heute klar: »Das wird ein absoluter Genuss!«

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