Fr., 14.09.2018

Parcours in Buke wird für 3,5 Millionen Euro ausgebaut Jägerparadies wird modernisiert

Der Jagdparcours in Buke wird jetzt für 3,5 Millionen Euro modernisiert. Die Anlage ist eine Einrichtung des Landesjagdverbandes NRW. Neben Jägern wird sie auch von Sicherheitsbehörden oder Sportschützen genutzt.

Der Jagdparcours in Buke wird jetzt für 3,5 Millionen Euro modernisiert. Die Anlage ist eine Einrichtung des Landesjagdverbandes NRW. Neben Jägern wird sie auch von Sicherheitsbehörden oder Sportschützen genutzt.

Von Bernhard Liedmann

Altenbeken (WB). Der Landesjagdverband NRW will den Jagdparcours Buke für 3,5 Millionen Euro ausbauen. Nach dem Bauausschuss stimmte jetzt auch der Rat dem Antrag zu. »Hier knallt es ohne Ende«, wetterte Bukes SPD-Ratvertreter Helmut Block im Bauausschuss gegen den Lärm und bemängelte den fehlenden Schallschutz im Ausbauvorhaben.

»Es ist laut Landesverband die beste Anlage in der Bundesrepublik«, sagte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels in der Bauausschusssitzung, in der das Vorhaben erstmals vorgestellt wurde. Dabei wird die gesamte Anlage modernisiert und ein neues zweigeschossiges Gebäude für Büroflächen und Schießstände errichtet. Neu eingerichtet werden dabei die 200-Meter-Bahnen für Langwaffen. Der Ausbau hat vor allem die Erhöhung der Standards zum Ziel. Die Anlage auf dem Areal von etwa 3500 Quadratmetern wird dabei nicht vergrößert, sondern vor allem im Flächenbestand modernisiert.

200 Meter lange Schießbahn

Vorwiegend wird die Anlage von Jägern zur Schießausbildung für den Erwerb des Jagdscheins genutzt, aber auch von Sportschützen. Dafür gibt es diverse Schießstände mit unterschiedlichen Längen und auch einen Parcours mit Wurfscheiben. In Buke pflegen auch viele Jäger ihre Waffen »einzuschießen«.

Auf der Bahn über 200 Meter üben Jäger sogar für den Einsatz in Österreich, war eine Information im Ausschuss. Da die Anlage im Sondergebiet »Schießwesen« der Gemeinde Altenbeken liegt und auch die erforderlichen Lärmgrenzwerte eingehalten werden, stimmten die politischen Gremien dem Ausbau zu.

Für Buke beklagte allerdings SPD-Ratsherr Helmut Block im Bauausschuss den enormen Lärmpegel der Anlage zu bestimmten Zeiten. Obwohl er vier Kilometer weiter am Reelsberg wohne, »knallt es den ganzen Samstag nachmittag«, kritisierte er den fehlenden Lärmschutz beim Ausbau der Anlage. Es sei mit der Modernisierung der Anlage sogar zu befürchten, dass die Nutzung und damit natürlich auch der Lärm zunehmen werden.

Knallgeräusche bis nach Neuenheerse

Die Lärmbelastung insbesondere an Wochenenden gestand auch Bürgermeister Hans Jürgen Wessels ein. Da gebe es permanente Knallgeräusche bis nach Neuenheerse und Altenbeken hinein, sagte er. Zur Kritik von Block führte er aber auch aus, dass vor Monaten die Gremien der Gemeinde bereits der Erweiterung des Geländes durch Ankauf von Grundstücke einhellig zugestimmt hätten. Damals sei der Schallschutz nicht thematisiert worden. Beim anstehenden Umbau werde allerdings das Immissionsgutachten noch geprüft.

Ebenfalls im Bauausschuss verwies CDU-Ratsherr Hermann Striewe auf die derzeitige Problematik der Verkehrsführung insbesondere für auswärtige Jäger. Die Navi-Geräte leiteten in der Regel den Verkehr bereits bei der Abfahrt Schwaney ab und dann ginge es unter der Brücke der B64 über den Duneweg zur Anlage. Dies beinhalte auf dem Wirtschaftsweg ein hohes Verkehrsgefährdungspotenzial. Bei der nächsten Verkehrsschau soll auf Antrag des Schwaneyer Ortsvorstehers diese Situation genauer unter die Lupe genommen werden. Wie im Bauausschuss stimmte am Mittwochabend der Rat der Gemeinde den Ausbauplanungen zu.

Aufgrund seiner besonderen Lage im hügeligen und bewaldeten Gelände bezeichnet der Jagdverband das Areal als einen der schönsten Jagdparcoure seiner Art. Eine Anlage in diesem Format gebe es in Deutschland kein zweites Mal. Um dieser Attraktivität des 38 Hektar großen Areals zu entsprechen, sind auch mehr als 110 Pkw-Stellplätze vorgesehen.

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