Mi., 19.09.2018

8000 Haushalte können jetzt mit Hochgeschwindigkeit surfen Von Marienloh bis Altenbeken

Sie haben den Startschuss für das schnelle Internet in Bad Lippspringe und Marienloh gegeben: Josef Breuers, Roger Pettenpohl (beide Telekom), Erika Josephs (Stadt Bad Lippspringe) und Karl-Heinz Eintermeyer (Telekom).

Sie haben den Startschuss für das schnelle Internet in Bad Lippspringe und Marienloh gegeben: Josef Breuers, Roger Pettenpohl (beide Telekom), Erika Josephs (Stadt Bad Lippspringe) und Karl-Heinz Eintermeyer (Telekom). Foto: Louis Ruthe

Von Louis Ruthe und Bernhard Liedmann

Kreis Paderborn (WB). Schnelles Internet gilt heutzutage als wichtiger Faktor bei der Wohnungssuche sowie der Ansiedlung von Unternehmen in einer Stadt. In Bad Lippspringe, Marienloh und Altenbeken sind jetzt bis zu 100 Megabyte die Sekunde in mehr als 8000 Haushalten verfügbar. In Borchen soll 2019 das Netz ausgebaut werden.

»Den Netzausbau in Marienloh und Bad Lippspringe hat die Telekom zu 100 Prozent aus eigenen finanziellen Mitteln übernommen«, sagt Roger Pettenpohl, Regio-Manager für den Infrastrukturvertrieb Nord der Telekom. Einen siebenstelligen Betrag habe die Telekom investiert. »31 Verteilerkästen sind mit der Vectoring-Technik ausgebaut worden«, sagt Pettenpohl. In einem Umkreis von etwa 500 Metern um die Kästen sei die Geschwindigkeit von 100 Megabyte pro Sekunde im Download und 40 Megabyte die Sekunde im Upload garantiert. »Auf die gesamte Fläche haben 75 Prozent der Haushalte einen garantierte Geschwindigkeit zwischen 50 und 100 Megabyte«, sagt Josef Breuers, Breitbandbeauftragter Festnetz der Telekom.

Die pinken Bereichen auf der Karte sind die neu erschlossenen Gebiete. In der Kernstadt Bad Lippspringes (helles Pink) wird auf vorhandene Technik zurückgegriffen.

Insgesamt sind in Bad Lippspringe und Marienloh 13 Kilometer neue Glasfaserkabel verlegt worden. »Für die Bürger und die Unternehmen in unserer Stadt war der Breitbandausbau ein Muss«, sagt Erika Josephs, Vertreterin des Bad Lippspringer Bürgermeisters. Vor allem die Unternehmen des Kurortes seien auf eine schnelle Leitung angewiesen. »Aber auch im privaten nutzen die Bürger immer mehr das Internet. Filme werden gestreamt, online Spiele gespielt sowie von Zuhause aus am Computer oder Laptop gearbeitet«, sagt Josephs.

Je nach Bedarf plant die Telekom ein Update in einigen städtischen Bereichen auf bis zu 250 Megabyte die Sekunde. »Unsere Verteilerkästen sind so ausgebaut, dass lediglich ein Update notwendig ist, um noch schnelleres Internet in die Haushalte zu bekommen«, sagt Karl-Heinz Wintermeyer, Teamleiter der Telekom. Dies werde in den kommenden Monaten überprüft und bei Bedarf angeboten.

Neben Marienloh und Bad Lippspringe können jetzt auch Bürger in Altenbeken auf schnelleres Internet zurückgreifen. »In Altenbeken gehen heute 350 Haushalte ans Netz«, sagt Roger Pettenpohl. Wichtig jedoch sei zu erwähnen, dass das schnelle Internet nicht von alleine verfügbar sei. »Gegebenenfalls müssen Verträge angepasst werden. Mit Höchstgeschwindigkeit surfen kann man nicht nur als Kunde der Telekom, denn auch andere Anbieter greifen auf das Netz der Telekom zurück«, erklärt Roger Pettenpohl.

Startschuss in Borchen

Auch die Gemeinde Borchen startet jetzt in den Glasfaserausbau in den Ortsteilen. In der jüngsten Ratssitzung wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Glasfaser beschlossen, wonach die Gesellschaft in Nordborchen, Kirchborchen, Alfen und Etteln die Planung und Markterkundung vornehmen kann. Das Konzept wurde bereits in der Ratssitzung am 25. Juni vorgestellt. Danach kann jetzt die Deutsche Glasfaser in den kommenden Monaten die Haushalte in den Ortsteilen auf den Wunsch nach einem entsprechenden Glasfaseranschluss ermitteln. Wenn etwa 40 Prozent der privaten Hausbesitzer entsprechende Anschlussverträge abschließen, werden die Leitungen in den Straßen verlegt und die Häuser angeschlossen.

Vertragsbindung für zwei Jahre

In der Regel wird dabei die »untiefe Verlegung« angewendet. Die Kabel werden dabei 30 Zentimeter tief im Boden gezogen. Interessenten binden sich für zwei Jahre an die Deutsche Glasfaser, können aber später frei entscheiden. Wer sich vorerst nicht direkt anschließen lassen will, muss später den Anschluss von der Straße bis in das Haus hinein auf eigene Kosten vornehmen. Diese wurden von der Glasfaser mit etwa 750 Euro pro Haushalt beziffert.

Nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung wird die Glasfaser in den kommenden drei Monaten die Marktuntersuchung vor Ort vornehmen. Der Streckenausbau verläuft über Delbrück, Niederntudorf, Borchen und Lichtenau. Es gibt aber auch Überlegungen für einen Ausbau von Dahl nach Lichtenau. Dann könnte auch Dörenhagen für den Glasfaserausbau in Betracht kommen. Der Ausbau in Borchen soll bereits 2019 erfolgen.

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