Sa., 22.09.2018

Frauengemeinschaft Schwaney vor 100 Jahren gegründet Hilfe für Mütter und Witwen

Eine Modenschau mit den Kleidern aus ihren jeweiligen Amtszeiten präsentierten die jeweiligen Vorsitzenden der KFD.

Eine Modenschau mit den Kleidern aus ihren jeweiligen Amtszeiten präsentierten die jeweiligen Vorsitzenden der KFD. Foto: Hans J. Knoke

Altenbeken (WB). 100 Jahre »von Frauen für Frauen«: Die katholische Frauengemeinschaft Schwaney mit ihren mehr als 240 Mitgliedern feierte jetzt ihr 100-jähriges Bestehen.

Mit einem Gottesdienst, rund 130 Geburtstagsgästen, Grußworten, Ehrungen und einem bunten Überraschungsprogramm feierte die Frauengemeinschaft in der Schützenhalle Schwaney diesen runden Geburtstag unter dem Motto: »Lasst uns miteinander gehen«. KFD-Sprecherin Gabriele Strathaus stellte dabei die Chronik vor, die begleitet wurde durch eine Modenschau der jeweiligen ersten Vorsitzenden mit Kleidern aus ihren Amtszeiten. Eine Bilderpräsentation der verschiedensten Aktivitäten der vergangenen Jahre, von den kirchlichen, den sonstigen Treffen, Ausflügen bis hin zum Frauenkarneval, der auch in diesem Jahr den 50. Geburtstag gefeiert hatte, war eine humorvolle Darbietung und für viele eine schöne Erinnerung an alte Zeiten.

Anerkennung von Bürgermeister und Ortvorsteher

Als musikalischer Höhepunkt trat die Band »Pipe and Drums Pride of Scotland« mit einigen Stücken auf. Als Überraschungsgast war aus dem Münsterland die Komikerin Ingrid Helmer alias Elfriede engagiert, die mit ihrem besonderen Humor und Nähe zum Publikum die Gäste mit ihren A­nekdoten zum Lachen brachte.

Bürgermeister Hans Jürgens Wessels hatte zum Beginn der Feier der Frauengemeinschaft Dank und Glückwünsche ausgesprochen sowie Respekt und Anerkennung für die wichtige ehrenamtliche Arbeit. Auch Ortsvorsteher Hermann Striewe schloss sich den Worten an und wünschte dem Leitungsteam eine gute Hand für die Zukunft.

Bischof rief zur Gründung des christlichen Müttervereins auf

Zu den Gratulanten gehörten an diesem Tag auch Christine Sosna, Gemeindereferentin vom Pastoralen Raum »An Egge und Lippe« und Ellen Pouwels-Rademacher sowie Marlies Amedick, beide KFD-Diözesanverband, Bezirk Paderborn. Ein Blick zurück: Der Gedanke, eine Gemeinschaft zu gründen, entstand bereits im Jahre 1917. Der Grund war der damals tobende Erste Weltkrieg. Ehe und Familie waren den Wirren der Zeit ausgesetzt. Ersten Aufzeichnungen zufolge waren zwei Hirtenbriefe des damaligen Bischofs Carl-Joseph aus Fulda ausschlaggebend. Der Bischof rief zur Gründung des christlichen Müttervereins auf, damit die Familien geschützt werden. Auch mussten sich viele Frauen ohne ihre Männer durchs Leben schlagen, da diese aus dem Krieg nicht zurückgekehrt waren.

In Schwaney wurde dieser Aufruf aufgenommen, und es wurde am 8. September 1918 der Mütterverein gegründet. 160 Frauen meldeten sich spontan als Mitglieder an. Die erste Vorsitzende war Agnes Schneider, die dieses Amt 30 Jahre lang innehatte. 1933 wurde die Gemeinschaft in »Frauen und Mütterverein« umbenannt, um auch unverheirateten Frauen die Mitgliedschaft zu ermöglichen. 1976 schloss sich der Verein dem Verband Katholischer Frauen Deutschland (KFD) an.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6069239?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851060%2F