Mi., 28.11.2018

Lehrerkandidaten für private Realschule springen kurzfristig ab Schulstart 2019 scheitert

Altenbeken (WB/bel). Einbruch auf der Zielgeraden: Weil der Kern der Lehrerbewerber für die geplante private Realschule Altenbeken kurzfristig abgesprungen ist, muss der Start der Schule vorerst um ein Jahr verschoben werden. Noch Mitte September stand das Kernteam mit vier Lehrern inklusive Schulleiter. Es brach aber plötzlich weg.

Diese Verschiebung um ein Jahr teilte Ingo Kröber, Vorsitzender des Trägervereins, in einer Pressemitteilung für den Verein mit. »Es waren persönliche und dienstrechtliche Gründe«, sagt Kröger. Die Einladung zum Elterninformationsabend war bereits für den 6. Oktober terminiert. Auch in den vergangenen Wochen blieb die Suche des Vereins nach Ersatz vergebens. Nachdem auch ein pensionierter Lehrer für das Amt des Schulleiters jetzt absagte, musste der Trägerverein vorerst aufgeben.

Am 14. Dezember entscheidet der Trägerverein

In einer Sitzung am 14. Dezember wird der Trägerverein entscheiden, wie es jetzt weitergeht. »Wir haben es bis zuletzt versucht, ein festes und verlässliches Team für die Gründung zusammenzustellen«, sagt Kröger. Andererseits wollte man in der anstehenden Entscheidungsphase der Eltern für eine Schulanmeldung diese nicht im Ungewissen lassen. Der allgemeine Lehrermangel sowie der hohe Personalbedarf an den umliegenden Gesamtschulen im Aufbau hätten es zudem außerordentlich erschwert, die benötigten Pädagogen zu finden, bedauert Kröger. Noch Anfang November gab es sogar einen öffentlichen Suchaufruf für die Pädagogen.

Benötigt werden für den zweizügigen Start der Schule zunächst drei volle Stellen. Je nach Fächerkombination hätte man neben einem Kernteam von etwa vier Lehrern weitere vier Pädagogen gebraucht, um das Unterrichtsspektrum abzudecken. Etwa 30 ernsthafte Anfragen habe es im Verlauf des Verfahrens gegeben, bilanziert Kröger. Noch in der Schulausschusssitzung der Gemeinde Anfang September verkündete er an einem Donnerstagabend optimistisch, dass man einen Schulleiter gefunden habe und dieser sich bald den Eltern öffentlich vorstellen wolle. Am Montag gab es dann bereits eine entscheidende Absage. In einem Absage-Fall habe es noch nicht einmal eine Begründung gegeben. Da alle Kandidaten im öffentlichen Dienst beschäftigt seien, hätten bei Gesprächen und auch Absagen dienstrechtliche Fragen, Freistellung, die Sicherheit und natürlich auch die Finanzen im Vordergrund gestanden.

Formale Vorarbeiten bleiben bestehen

Im Gegensatz zu der Personalfrage sind auch bei einer Verschiebung des Schulstarts viele Grundlagen weiterhin gelegt, unterstreicht Kröger. So behalte der Gründungsantrag für die Bezirksregierung seine Aktualität ebenso wie der aufgestellte Haushalt der Schule. Der Mietvertrag mit der Gemeinde müsse ebenfalls trotz einer Verschiebung nicht geändert werden, und auch die rechtlichen Fragen der Schulgründung seien bereits mit externer Beratung und Unterstützung abgeklärt worden. Trotz der Verschiebung dankt Kröger für den Verein in einer Presseerklärung den bisherigen positiven Rückmeldungen aus der Gemeinde und für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Altenbekener Verwaltung. Mehr als acht Monate liefen allein die konkreten Vorarbeiten für die Neugründung der Schule. Im März hatte sich der Förderverein gegründet, und im Juni folgte die Gründung des Trägervereins. Die Anfänge der Schulgründung gehen zurück in das Jahr 2017, als im Mai zunächst bei einer Versammlung der Bedarf einer Schulform abgefragt wurde.

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