Fr., 07.12.2018

Diskussionen um »traurigen« Weihnachtsbaum in Altenbeken – strahlende Kinderaugen in Buke Freud und Leid rund um den Weihnachtsbaum

Keine Freude in Altenbeken herrscht über den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Über eine Woche stand er sogar schief, am Donnerstag wurde er schließlich gerichtet.

Keine Freude in Altenbeken herrscht über den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Über eine Woche stand er sogar schief, am Donnerstag wurde er schließlich gerichtet.

Altenbeken/Buke (WB/bel). Weihnachtsbaum ist nicht gleich Weihnachtsbaum. Und schon gar nicht in der baumreichen Egge. Während sich jetzt in Buke Kindergärten und Schule über einen schönen Weihnachtsbaum als Geschenk der Schützen freuen können, gibt es in Altenbeken seit zwei Tagen heftige Diskussionen in sozialen Medien über den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz.

»Trauerspiel« und »ein Witz« sind nur einige Anmerkungen über den Altenbekener Baum. In die Diskussion griff schließlich auch Altenbekens Bürgermeister Hans Jürgen Wessels ein und versprach, das Thema Weihnachtsbaum in Altenbeken zum Thema in Verwaltung und Rat zu machen.

Hintergrund ist, dass es seit Jahren die Gepflogenheit in Altenbeken gibt, dass sich Bürger bei der Gemeindeverwaltung melden, wenn sie einen Weihnachtsbaum übrig haben und ihn quasi spenden möchten. In der Regel sind es, so auch Wessels, Bäume, die aus dem Vorgarten entfernt werden sollen. Leider sei das Angebot inzwischen »extrem rückläufig«, bedauerte er. Und so gab es in diesem Jahr nur einen relativ kleinen Baum auf dem Marktplatz.

Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Baum

Usus sei es auch, so Wessels, das die Gemeinde in jedem Ortsteil einen Baum aufstelle. Hinzu komme der Baum am Rathaus und jedes zweite Jahr auf dem Weihnachtsmarkt. Doch nicht nur der Baum an sich hat Diskussionen ausgelöst. Auch die Beleuchtung finden viele Altenbekener recht mager. Dass sie nicht bis zum Boden geht, verteidigte wiederum der Bürgermeister in der Diskussion: »Dass die Beleuchtung erst oberhalb von zwei Metern beginnt, hat mit den am Marktplatz regelmäßig auftretenden ›Scherzbolden‹ zu tun.« Als der Baum noch größer gewesen sei, habe es auch noch nicht ganz so schlimm gewirkt. Die Verwaltung griff schließlich ein und am Donnerstag erschien eine Gruppe des Bauhofes, um den etwas schief eingesetzten Baum zumindest gerade auszurichten. Auch die Lichterkette wurde aufgepeppt.

Hintergrund des abnehmenden Interesses von Bürgern soll dem Vernehmen nach auch sein, dass die Entfernung des Baumes aus dem eigenen Garten gerne mit der Auflage verbunden worden sein soll, dass dann auch das gesamte Wurzelwerk ebenfalls entfernt wird.

Freude im Buker Kindergarten »Eggenest« mit (von links) Leiterin Maria Franzsander, Udo Waldhoff, Heinrich Bußmann, Franz-Josef Schreier und Dieter Aufenanger.

Während die Diskussion in Altenbeken über den Marktplatzbaum weiter anhält und ein Bürger die Hoffnung äußerte, dass sich aufgrund der vielen Beschwerden eine Gruppe von freiwilligen Helfern findet, die es im nächsten Jahr besser machen wird, herrscht im Nachbarort Buke vorweihnachtliche Freude. Hier hat wie in den vergangenen Jahren die St. Dionysius-Schützenbruderschaft die Initiative ergriffen und zum 1. Advent den Kindern des Buker Eggenests und des Waldkindergartens »Eichhörnchengruppe« sowie den Kinder der Grundschule auch in diesem Jahr jeweils eine Rotfichte aus dem heimischen Eggewald geholt. Für die St.-Dionysius-Schützenbruderschaft überreichten jüngst stellvertretend der 1. Brudermeister Udo Waldhoff und Major Hans-Josef Lübbemeier die Bäume an die Einrichtungen. Dank fleißiger Helfer konnten die Weihnachtsbäume mit dem Traktor von Landwirt Heinrich Bußmann transportiert werden und schmücken jetzt Kindergärten und Schule im Eggedorf Buke.

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