Fr., 17.05.2019

1500 Samentüten waren in einer Woche bereits weg Bienenfreundliches Altenbeken

An den Ortseingängen Altenbeken wurden in den vergangenen zwei Jahren tausende von Narzissenzwiebeln im Boden versenkt – ein Beitrag der Gemeinde für naturfreundliche und nachhaltige Gestaltung von Außenflächen.

An den Ortseingängen Altenbeken wurden in den vergangenen zwei Jahren tausende von Narzissenzwiebeln im Boden versenkt – ein Beitrag der Gemeinde für naturfreundliche und nachhaltige Gestaltung von Außenflächen. Foto: Matthias Wippermann

Altenbeken (bel). »In einer Woche waren alle 1500 Tüten weg«, sagt Altenbekens Marketingchefin Marion Wessels zur jüngsten Blühstreifenaktion der Gemeinde. Derzeit werden knapp 6000 Quadratmeter in der Gemeinde zu Blühstreifen umgewandelt und 35.000 Narzissenzwiebel wurden in den vergangenen zwei Jahren an zentralen Bereichen am Ortseingang im Boden versenkt.

»Wir sind seit Jahren in Sachen Naturschutz auf einem guten Weg. Pionierarbeit in Sachen Windkraft, beispielgebende Gewässermaßnahmen an Bächen, Naturerbe-Projekte und die neue Mobilstation sind einige Beispiele«, führt Wessels an. Seit 2015 setzt die Gemeinde in Sachen Unkrautbekämpfung auf öffentlichen Grünflächen zunehmend auf das rein biologische Heißwasserschaumverfahren und ist auch seit 2018 Partner des kreisübergreifenden Blütensamen-Projektes »Blühende Landschaften«. Hierbei werden Samentüten mit einer einjährigen, von Bienen besonders bevorzugten Sommerblumenmischung an Interessierte ausgegeben. 2018 waren es 1000 Stück, diesmal 1500, und es sind bereits alle weg. Doch die Gemeinde will jetzt noch mehr machen und öffentliche Flächen als Lebensraum für Blüten und Insekten gestalten. Dies trage auch deutlich zur Steigerung der Aufenthaltsqualität der Bereiche für die Bürger bei.

Blühwiesen ersparen der Verwaltung auch Arbeit

Die Verwaltung hat sich inzwischen in Frage kommende Flächen in Altenbeken, Buke und Schwaney auch insbesondere vor dem Hintergrund der Arbeitseffizienz angeschaut. Gerade im Sommer entstehen hohe Arbeitsspitzen bei den Bauhofmitarbeitern, denn die zu mähenden Flächen sind groß und vielfältig. Manche Grünstreifen sind schmal oder mit effizienten Geräten nicht erreichbar, weshalb ein hoher personeller Aufwand bei der Handbearbeitung nötig wird. So wurden in einem ersten Schritt in Altenbeken etwa 2600 Quadratmeter, in Buke und Schwaney je 1600 Quadratmeter öffentliche Grünflächen ermittelt, die derzeit zu Blühstreifen umgewandelt werden.

Saat mit regionaltypische Pflanzenmischung

Für die Ansaat wird eine regionaltypische mehrjährige Mischung verwendet, die zusammen mit dem Netzwerk Blühende Landschaften entwickelt wurde. Auch die manchmal unansehnlichen Böschungen am Eingangsbereich zum Altenbekener Bahnhof werden umgewandelt. Die Mischungen halten im Schnitt etwa fünf Jahre, dann mus nachgesät werden. Andererseits entfällt dann für den Bauhof auch das oft umständliche Mähen von schwer zugänglichen Flächen vom Frühjahr bis in den Winter hinein.

»Auf den naturnah gestalteten Flächen wird von Mai bis in den November hinein eine leuchtende Blütenvielfalt entstehen, die Nahrung und Lebensraum für Bienen und andere Insekten bieten«, bekräftigt auch Altenbekens Bauhofsleiter Marius Armstrong.

Im Kombination mit den bereits gepflanzten Blumenzwiebeln insbesondere an zentralen Ortsstellen sollen so farbenfreudige Flächen entstehen. Der Ortseingang beim Viadukt, der Kreisel in Richtung Buke oder die Gründflächen an der Hauptkreuzung in Buke sind besonders markante Punkte.

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