So., 08.09.2019

Eröffnungsfeier der neuen privaten Realschule Altenbeken »Es ist geschafft!«

Symbolischer Schnitt für die Eröffnung durch Schulleiter Hermann Knaup (Mitte) mit Trägervertretern und dem Lehrerkollegium. Links neben ihm vorn die Geschäftsführer des Schulträgervereins, Marcel Bußkönning und Nicole Starke, sowie dahinter Moritz Märtens und Heike Seele von der Seele-Stiftung und Lehrer der neuen Schule.

Symbolischer Schnitt für die Eröffnung durch Schulleiter Hermann Knaup (Mitte) mit Trägervertretern und dem Lehrerkollegium. Links neben ihm vorn die Geschäftsführer des Schulträgervereins, Marcel Bußkönning und Nicole Starke, sowie dahinter Moritz Märtens und Heike Seele von der Seele-Stiftung und Lehrer der neuen Schule. Foto: Bernhard Liedmann

Altenbeken (WB/bel). »Etwas Unmögliches ist möglich geworden!« Mit mehreren hundert Eltern, Schülern, Lehrern und Altenbekener Bürgern freute sich auch Heike Seele von der gleichnamigen Seele-Stiftung über die offizielle Eröffnung der neuen privaten Realschule in Altenbeken. Zu Schulbeginn ist sie mit zwei Klassen und 39 Schülern an den Start gegangen.

Fast auf den Tag genau dauerte es von der ersten Elterninformation bis zur offiziellen Schuleröffnung zwei Jahre, bis Altenbeken wieder eine weiterführende Schule vor Ort hat. Mit einem Fest und natürlich der offiziellen Übergabe wurde am Samstag dieser Erfolg gefeiert.

Unter den offiziellen Festrednern war natürlich kein Vertreter eines Schulamtes oder des Regierungspräsidenten aus Detmold, denn die Schule in privater Trägerschaft wurde allein von den Eltern mit Unterstützung der Bevölkerung und der örtlichen Politik initiiert und gegründet.

»Eine Schule vor Ort für unsere Kinder«

»Eine Schule vor Ort für unsere Kinder«, beschrieb auch Nicole Starke für den gemeinnützigen Schulträgerverein das Ziel. Als sie vor zwei Jahren mit ihrer Familie von Dresden nach Altenbeken gezogen sei, habe sie gesehen, dass nicht nur eine weiterführende Schule vor Ort fehle, sondern auch, dass eine ganze Gemeinde dafür kämpfe. Diese Gemeinschaft im Ort und der Rückhalt in der Familie habe den Rücken auch in kritischen Situationen gestärkt, an diesem Ziel festzuhalten.

Träger-Geschäftsführer Marcel Bußkönning danke ebenfalls den zahlreichen Unterstützern dieser Schulgründung. Politik und Verwaltung hätten die Schulgründung immer unterstützt, wo es möglich gewesen sei. Zu danken sei auch den Eltern, die mit ihrer Anmeldung der Kinder diese Schule erst möglich gemacht hätten und natürlich den Lehrern, die diesen Neustart begleiteten. Sein besonderer Dank galt aber Schulleiter Hermann Knaup, der für dieses Ziel als ehemaliger Rektor aus dem Ruhestand zurückgekehrt und von der ersten Stunde an mit dabei gewesen sei. Er sei ein wichtiger Grund gewesen, trotz aller Schwierigkeiten nie aufzugeben.

Für den Trägerverein, der »Bildungswerkstatt Realschule Altenbeken« als Teil der Seele-Stiftung, freute sich Heike Seele über das gelungene Projekt. Beeindruckt habe sie und auch die Stiftung der »einmalige Einsatz vor Ort« für diese Schule, und deshalb habe die Stiftung auch gerne das Trägerdach für die neue Schule übernommen.

Vor genau zwei Jahren begannen die Vorarbeiten zur Schulgründung

»Es ist geschafft!«, war für Schulleiter Hermann Knaup auch die zentrale Botschaft dieses Tages. Auch wenn es über die zwei Jahre ein langer und manchmal auch banger Weg gewesen sei, habe man mit Zuversicht und Risikobereitschaft das Ziel erreicht. Eine Schule mit einem Sekundarabschluss gehöre einfach zu diesem Ort und sei ein zentraler Kulturfaktor. Er dankte der Seele-Stiftung für die Übernahme der Trägerschaft, da sie eine langjährige Erfahrung einbringe. Knaup betonte, dass an der Schule die gleichen Abschlüsse wie an der regulären Realschule erreicht werden können. Dies eröffne die Möglichkeit zum allgemeinen Abitur an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder an einem Berufskolleg mit ein.

»Eine glanzvolle Gemeinschaftsleistung«, bilanzierte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels seinen Dank an alle Beteiligten an dem Projekt. Auch für die Zukunft sicherte er der Schule in ihrer Startphase eine »finanzielle Flankierung« zu und überreichte bei dieser Gelegenheit eine vierstellige Summe als »westfälisches Flachgeschenk«. Für den Schulförderverein ermunterte abschließend die Vorsitzende Nicole Bittner alle Bürger, den Förderverein der neuen Schule durch eine Mitgliedschaft zu unterstützen.

Wie breit die Unterstützung der Schule im Ort ist, machte sich nicht nur an der Präsenz von Vereinsvertretern und Politikern fest. Auch Ex-Konrektor Alfons Schreckenberg, der 31 Jahre an der Schule tätig war, fehlte nicht an diesem Tag.

Die Aufbruchstimmung verdeutlichten auch die neuen Schüler der beiden 5er Klassen , die Musikstücke und eine Theatervorführung zur Eröffnungsfeier vorbereitet hatten. Begleitet wurden sie bei einer Liederreise am E-Piano durch den Schulleiter, der an der neuen Schule auch das Fach Musik unterrichtet. Mit Spiel, Spaß und Tombola klang das Eröffnungsfest aus.

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