Fr., 13.09.2019

Altenbeken will Finanzierung für Großveranstaltung dauerhaft sichern Vivat-Viadukt-Fest langfristig planen

Zehntausende Besucher strömen alle zwei Jahre aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland zum Vivat-Viadukt-Fest nach Altenbeken. Die finanzielle Ausstattung zur Planung des Fests soll dauerhaft gesichert werden.

Zehntausende Besucher strömen alle zwei Jahre aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland zum Vivat-Viadukt-Fest nach Altenbeken. Die finanzielle Ausstattung zur Planung des Fests soll dauerhaft gesichert werden. Foto: Jörn Hannemann

Von Sonja Möller

Altenbeken (WB). Alle zwei Jahre macht Altenbeken seinem Beinamen als Eisenbahnerdorf alle Ehre und feiert die lange Bahn-Tradition, sich selbst und natürlich sein Marken­zeichen, den Viadukt. Das Vivat-Viadukt-Fest möchte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels jetzt finanziell langfristig auf sichere Beine stellen.

Die Veranstaltung Vivat Viadukt musste sich nach einem erfolgreichen Auftakt 2003 erst zu einem dauerhaften Format ausbilden. Das ist gelungen: Inzwischen hat sich ein insgesamt schlüssiges Konzept ergeben, dass auf breites lokales, regionales und überregionales Interesse stößt, teilt der Bürgermeister in einer Ratsvorlage mit: »Zahlreich anreisende ehrenamtliche Teilnehmer aus dem In- und europäischen Ausland, weit gereiste Besuchergruppen und auch lokale, regionale und sogar überregionale Berichterstattungen sprechen hier eine eindeutige Sprache.« Deswegen möchte Wessels die Großveranstaltung unbefristet ins Brauchtum der Gemeinde übernehmen. Sie soll dauerhaft jeweils am ersten Juliwochenende der ungeraden Jahre stattfinden.

Bürgermeister schlägt 120.000 Euro für 2021 vor

Die Grundzüge des bisherigen Formats sollen dabei beibehalten werden. Der Bürgermeister möchte durch einen Grundsatzbeschluss, dass in Fortschreibung der bisherigen Gemeinderatsentscheidungen agiert und mit einem Gemeindezuschuss in Höhe von 120.000 Euro für 2021 kalkuliert werden kann. Diese Summe soll dann nach 2021 von Jahr zu Jahr angepasst werden.

Die Resonanz auf das Vivat-Viadukt-Fest sei in diesem Jahr besonders intensiv und positiv ausgefallen. Offenkundig habe das Konzept genau den Nerv der Akteure und des Publikums getroffen. »Man kann ganz ohne Übertreibung festhalten, dass das Viaduktfest im Ort, in der Region und darüber hinaus angekommen und dauerhaft gefragt ist«, so Wessels.

Vom Gemeinderat aufgestellte Rahmen wurde noch nicht ausgeschöpft

Das geplante Budget sei im Vergleich allerdings ausgesprochen niedrig. Das betreffe nicht nur die Marketingmittel, sondern auch die allgemeinen Kosten. Andere Kommunen stellten nicht selten erheblich mehr Geld für weit weniger beachtete Großveranstaltungen zur Verfügung. »Und dennoch wurde der vom Gemeinderat zur Verfügung gestellte Rahmen für das Viaduktfest noch nie vollständig ausgeschöpft«, teilt Wessels mit. Für 2019 liege die Abrechnung zwar noch nicht vor, aber auch in diesem Jahr sei von einem entsprechenden Ergebnis auszugehen.

Zahlreiche Teilnehmer des Vivat-Viadukt-Festes wollten nach Angaben der Altenbekener Verwaltung bereits rund um die diesjährige Veranstaltung Absprachen für 2021 treffen. Verbunden sei dies mit dem Wunsch gewesen, ihre Leistung durch frühzeitige Planung nochmals zu steigern. Hans Jürgen Wessels: »Leider mussten wir Anfragen gegenüber vorsichtige Töne anklingen lassen, was möglicherweise etwas von dem Schwung und Eifer gekostet hat.«

Grundsatzbeschluss soll Verträge über mehrere Veranstaltungen möglich machen

Mit einem Grundsatzbeschluss möchte er gewährleisten, dass für eine effektive und effiziente Vorbereitung Verträge über mehrere Veranstaltungen hinweg geschlossen werden können. Hier sei es besonders wichtig, bereits im Veranstaltungsjahr für das nächste Fest planen zu können.

Wessels betont auch, dass sich eine solch wirkungsvolle Imageveranstaltung nur realisieren lasse, weil alles von einer außergewöhnlich breit angelegten ehrenamtlichen Struktur getragen und von einer engagierten Gemeindeverwaltung organisiert werde.

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