Kommunalwahl 2020: Gemeindeverband Altenbeken schickt Herforder Kämmerer ins Rennen
Möllers will für die CDU Bürgermeister werden

Altenbeken (WB). Die Alten­bekener CDU will den Machtwechsel an der Spitze der Gemeinde und setzt dabei auf Matthias Möllers. Am Mittwochabend votierte der Gemeindeverband mit großer Mehrheit für den 41-Jährigen. 37 der 38 anwesenden Mitglieder stimmten für Möllers.

Mittwoch, 25.09.2019, 21:06 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 21:10 Uhr
CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Detlef Born (rechts) gratuliert Matthias Möllers zur Wahl. Foto: Matthias Band
CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Detlef Born (rechts) gratuliert Matthias Möllers zur Wahl. Foto: Matthias Band

Damit geht der CDU-Ortsunionsvorsitzende, CDU-Ratsherr und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, der gebürtig aus Telgte stammt und wegen seiner Frau Simone nach Altenbeken zog, mit einem klaren Votum in den Wahlkampf. Andere Kandidaten traten nicht zur Wahl an. »Wir wollen die Weichen für die Zukunft stellen. Für die CDU in Altenbeken, aber auch für die Gemeinde, für unsere Bürger in Altenbeken, Buke und Schwaney«, sagte Möllers in seiner Rede. Die Stimmungslage in der Gemeinde zeige eindeutig, dass der Zeitpunkt des Wechsels bevorstehe.

Vierfacher Familienvater und Fußballtrainer der Mini-Kicker

Mit dem Verwaltungsbetriebswirt, der 2016 nach sechs Jahren als Kämmerer bei der Stadt Verl seine derzeitige Position des Kämmerers bei der Stadt Herford übernahm, tritt ein absoluter Verwaltungsfachmann für die CDU an. Zuvor hatte er in den Städten Münster und Schloß Holte-Stukenbrock gearbeitet. Auf seine Fachkompetenz hob Möllers auch in seiner Rede ab. »Ich blicke auf 20 Jahre Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung zurück und bin bereit, für Altenbeken Verantwortung zu übernehmen«, sagte der vierfache Familienvater und Fußballtrainer der Mini-Kicker des TuS Altenbeken, der zudem schon seit knapp zehn Jahren Mitglied im Schützenverein ist.

Als Schwerpunkte seiner Ziele erklärte er zum einen die Familienpolitik. »Über allem steht, dass unsere drei Orte attraktive Wohnorte für Familien sein sollen.« Dafür müsse es bezahlbares Bauland und bezahlbare Immobilien geben. Möllers warf auch den Blick auf eine bessere ÖPNV-Anbindung, auf den Ausbau des Radwegenetzes und auf eine bessere interkommunale Zusammenarbeit. Auch das kulturelle Angebot müsse aus­gebaut werden.

Vierter Anlauf der CDU, das Bürgermeisteramt nach 1999 zurückzugewinnen

Möllers Kandidatur ist der vierte Anlauf der CDU, das Bürgermeisteramt nach 1999 zurückzugewinnen. Damals setzte sich der jetzige Amtsinhaber Hans Jürgen Wessels durch und wurde somit der erste SPD-Bürgermeister im Kreis. Auch 2004, 2009 und 2014 sicherte sich Wessels das Amt. Und das, obwohl die CDU in Altenbeken nach allen Kommunalwahlen immer im Rat die Mehrheitsfraktion stellte.

Wessels (63) hat sich bislang nicht zu einer erneuten Kandidatur erklärt. Am Mittwoch sagte er auf Anfrage, dass er sich im ­Oktober, spätestens im November äußern wolle, ob er kandidiere.

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