Bielefelder tritt in Altenbeken für SPD zur Bürgermeisterwahl an
Pfarrer will Wessels nachfolgen

Altenbeken (WB). Die SPD Altenbeken ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Bürger­meister Hans Jürgen Wessels fündig geworden. Sie wird den Bielefelder Pfarrer Ingo Stucke bei den Kommunalwahlen im Herbst ins Rennen schicken. In einer für den heutigen Freitag anberaumten Pressekonferenz will die SPD den Kandidaten offiziell vorstellen.

Freitag, 24.04.2020, 09:27 Uhr aktualisiert: 24.04.2020, 09:30 Uhr
Hans Jürgen Wessels – hier vor dem Rathaus in Bad Driburg – ist seit 1999 Bürgermeister der Gemeinde Altenbeken und damit dienstältester Verwaltungschef im Kreis Paderborn. Bei den Kommunalwahlen im Herbst tritt er nicht wieder an. Foto: Bernhard Liedmann
Hans Jürgen Wessels – hier vor dem Rathaus in Bad Driburg – ist seit 1999 Bürgermeister der Gemeinde Altenbeken und damit dienstältester Verwaltungschef im Kreis Paderborn. Bei den Kommunalwahlen im Herbst tritt er nicht wieder an. Foto: Bernhard Liedmann

Ende Oktober vergangenen Jahres hatte Wessels, der mit mehr als 20 Jahren dienstältester Verwaltungschef im Kreis Paderborn ist, bekannt gegeben, dass er nicht für eine fünfte Amtszeit zur Verfügung stehen werde. Zuvor hatte bereits Ortsunionsvorsitzender Matthias Möllers, derzeit Kämmerer der Stadt Herford, für die ­Egge-CDU seinen Hut in den Ring geworfen – ein Kandidat, den Sozialdemokrat Wessels als „respektabel“ bezeichnete.

Nun hat er mit Ingo Stucke einen Herausforderer, wie der Vorsitzende des Altenbekener SPD-Gemeindeverbandes, Friedhelm Klute, dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT am Donnerstag bestätigte.

Stucke ist politisch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Bielefelder ist seit 1989 Mitglied der SPD, war stellvertretender Unterbezirks-Vorsitzender der SPD Bielefeld, Beisitzer im ­Regionalvorstand der SPD Ostwestfalen-Lippe und bereits früher aktiv in der Kommunalpolitik, darunter 17 Jahre in der Bezirksvertretung in Bielefeld-Stieghorst und sieben Jahre als Ratsherr der Stadt Bielefeld.

Ingo Stucke ist Pfarrer in Bielefeld-Brackwede.

Ingo Stucke ist Pfarrer in Bielefeld-Brackwede.

Wie seinem Internetauftritt auf der Seite „NRW SPD“ zu entnehmen ist, ist Stucke ledig und lebt derzeit in seinem Geburtsort Bielefeld. Er ist Historiker (Magister in Geschichte und Soziologie an der Universität Bielefeld) und Jugendbildbildungs­referent bei den Jusos Ostwest­falen-Lippe und dem Deutschen Gewerkschaftsbund NRW. Stucke hat zudem ein Studium der evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel und der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster zum Diplom-Theologen absolviert. Sein Vikariat führte Stucke nach Gladbeck und St. Gallen in der Schweiz. Aktuell ist er Pfarrer in Bielefeld-Brackwede.

Als politischen Schwerpunkt gibt der Bielefelder Kulturpolitik an. Neben seiner theologischen Tätigkeit ist er Mitglied beziehungsweise engagiert er sich bei der Gewerkschaft Verdi, im Verein für Westfälische Kirchengeschichte, im Heimatverein Ubbedissen-Lämershagen, im Förderverein Freibad Hillegossen, im Marianne-Weber-Institut Oerlinghausen, im Kinoverein Löhne, in der Westfälischen Missionskonferenz sowie in der deutsch-polnischen Gesellschaft Bielefeld.

Als Hobbys nennt Ingo Stucke Schwimmen, Fahrradfahren und Reisen. Zu seinen Beweggründen, SPD-Mitglied geworden zu sein gibt er an: „Soziale Probleme und Ungerechtigkeit lassen sich nur solidarisch lösen.“ Seine Wünsche für Europa: „Die EU ist ein einzigartiges Friedensprojekt. Wir dürfen sie nicht den Populisten und Nationalisten überlassen.“ Gefragt nach „Ich in drei Worten“ schreibt Stucke: Frieden, Offenheit, neuer Zusammenhalt.

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