Linnemann und Möllers im Gespräch mit Wirtschaft und Vereinen aus Altenbeken
Besorgt, aber auch optimistisch

Altenbeken (WB). Der Bürgermeisterkandidat der CDU Altenbeken, Matthias Möllers, hat den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann zu einer Gesprächsrunde mit lokalen Akteuren aus Wirtschaft, Vereinswelt und Politik begrüßt.

Montag, 07.09.2020, 12:13 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 12:40 Uhr
Der Bürgermeisterkandidat der CDU Altenbeken, Matthias Möllers, begrüßt den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann. Foto: Carola Tilly
Der Bürgermeisterkandidat der CDU Altenbeken, Matthias Möllers, begrüßt den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann. Foto: Carola Tilly

Die Gesprächsrunde stand ganz in Zeichen der Corona-Pandemie, sichtbar auch durch die auf Abstand stehenden Stühle unter freiem Himmel im Außenbereich des Eggemuseums.

In regem Austausch informierte sich Linnemann über die Lage vor Ort. Dabei zeigte sich, dass die heimischen Unternehmen und Handwerksbetriebe insbesondere zu Zeiten des Lockdowns im Frühjahr Einbußen verschmerzen mussten, teilweise aber auch wie Markus Finke, Geschäftsführer von Finke-Formenbau, optimistisch sind, gestärkt aus der Krise hervorgehen zu können. Man sprach sich gegen die Fortsetzung von Finanzhilfen nach dem Gießkannenprinzip aus, vielmehr müsse man künftig gezielt die Branchen und Unternehmen stützen, die auch weiter strukturell massiv von der Krise betroffen sind, wie zum Beispiel die Tourismusbranche oder Veranstalter.

Den Entwöhnungsprozessen entgegensteuern

Die Vertreter der örtlichen Vereine zeigten sich besorgt, dass durch fortgeführte Aktivitätseinschränkungen das Vereinsleben dauerhaft Schaden nehmen könnte. Während Fußballvereine aufgrund ihrer Outdoor-Aktivität verhältnismäßig gut zurechtkommen, leiden insbesondere Schützen- und Musikvereine unter dem Veranstaltungsverbot. Mit zunehmender Dauer der Einschränkungen befürchtet man einen gewissen Entwöhnungsprozess bei den Mitgliedern, dem man entgegensteuern müsse, so Gregor Rudolphi, Oberst der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Altenbeken. Besonders hart getroffen hat die Pandemie den Heimatverein Schwaney, der in diesem Jahr zahlreiche Aktivitäten zur 1050-Jahr-Feier vorgesehen hatte. Diese Veranstaltungen, so der erste Vorsitzende des Vereins, Hermann Striewe, könnten so nicht nachgeholt werden, selbst wenn Corona im nächsten Jahr kein Thema mehr wäre.

Ein weiterer stark von der Krise betroffener Bereich ist das Schulwesen. Kritik gab es vor allem an der mangelhaften Kommunikation des Landes mit den Schulen.

Begrüßt wurden die Fortschritte im Bereich der Digitalisierung, allerdings fehlt noch ein übergreifendes Konzept und die klare Aufgaben- und Ressourcenverteilung zwischen Land, Kommunen und Schule.

Linnemann: Keine Ungleichbehandlung von Bevölkerungsgruppen

Bezüglich des weiteren Krisenmanagements stellte Moderator Matthias Möllers die Frage, ob es von Seiten der Bundesregierung möglicherweise Überlegungen gäbe, zukünftig Corona-Einschränkungen generell zu lockern und die Schutzmaßnahmen eher auf Risikogruppen zu beschränken. Dies verneinte Linnemann deutlich, eine Ungleichbehandlung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen sei mit der Union nicht zu machen.

Abschließend bedankte sich Möllers bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Runde und verabschiedete den Ehrengast aus Berlin, der anschließend zur Stippvisite in seinen Heimatort Schwaney aufbrach.

Aufgrund des überaus positiven Feedbacks zu diesem Gesprächsformat aus dem Teilnehmerkreis überlegt die CDU Altenbeken nun, regelmäßig solche fachübergreifenden Gesprächsrunden zu organisieren.

„Wir wollen auch außerhalb des Wahlkampfs bürgernah und themenbezogen arbeiten“, so Möllers. „Es bleibt nur zu hoffen, dass wir irgendwann solche Gesprächsrunden auch wieder mit mehr Zuhörern anbieten können.“

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