Coronavirus: LZG meldet am Mittwochmorgen den 112. Todesfall – bislang mehr als 3900 Menschen geimpft
Inzidenzwert im Kreis Paderborn leicht gesunken

Paderborn (WB/LaRo) -

Der Inzidenzwert im Kreis Paderborn ist leicht gesunken. Er liegt am Mittwoch (Stand 0 Uhr) bei 118,6. Das meldet am Morgen das Landeszentrum für Gesundheit (LZG). Am Vortag war die offizielle Sieben-Tages-Inzidenz mit 120,5 angegeben worden.

Mittwoch, 13.01.2021, 07:23 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 08:22 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Dienstag 63 neue Fälle und für die vergangenen sieben Tage 365 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Das LZG meldet am Mittwochmorgen zudem den 112. Todesfall. Der Kreis Paderborn selbst hatte am Dienstag den 110. und 111. Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion seit Pandemiebeginn und 20 neue Fälle (Stand 11 Uhr) bekannt gegeben.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Mittwochmorgen bei 141,8 (Vortag: 148,6) und in Deutschland bei 155 (164,5). Der Blick in die Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 164,4 (194,6) – Lippe 132,9 (143,6) – Höxter 221,7 (233,2) – Hochsauerlandkreis 109,7 (109,3) – Soest 112,7 (120,6).

15-Kilometer-Regel in NRW – keine Kontrollen in den Kreise Höxter und Paderborn

Die im Kreis Höxter (Hotspot mit einer Inzidenz von mehr als 200) angeordnete 15-Kilometer-Regel hat auch Auswirkungen auf die Menschen im Kreis Paderborn. Fahrten zwischen den beiden Nachbarkreisen sollten ab sofort gut überlegt sein. An der Maßnahme gab es am Dienstag erwartungsgemäß viel Kritik. Zentrale Frage: Wer soll das kontrollieren?

Was vielen nicht klar ist: Die regionale Coronaschutzverordnung gilt wechselweise. Nicht nur, dass Menschen aus dem Kreis Höxter einen guten Grund für ihre Fahrt in den Kreis Paderborn benötigen, auch Menschen aus dem Kreis Paderborn sollten den Nachbar-Hotspot nur in dringenden Fällen aufsuchen.

„Die Polizei wird an den Kreisgrenzen keine Kontrollen durchführen.“ Diese klare Aussage traf Polizeisprecher Michael Biermann am Dienstag auf Anfrage dieser Zeitung. Das gilt übrigens auch für die Polizei im Nachbarkreis Höxter, wie dort zu erfahren war.

Ausgenommen sind berufliche, dienstliche, ehrenamtliche und vergleichbare Besorgungen, der Schul-, Kita- und Notbetreuungsbesuch sowie eine Begleitung dafür. Gleiches gilt etwa für Besuche bei und von engen Familienmitgliedern, Lebensgefährten und vergleichbar nahe stehenden Personen, Arztbesuchen und „Fahrten aus ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen“. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro.

Mehr als 3900 Impfungen im Kreis Paderborn – Impfzentrum sollen ab Februar Betrieb aufnehmen

Im Kreis Paderborn sind nach einer Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Dienstag, 12. Januar, 3934 (Vortag 3837) Menschen geimpft worden. Davon sind 1848 (1801) Heimbewohner (47 Prozent) und 2066 (2036) Angehörige von Pflegeberufen (53 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht.

Am 1. Februar sollen die 27 Impfzentren in NRW ihren Betrieb auf nehmen – darunter auch die sieben in Ostwestfalen-Lippe. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) unter Berufung auf das NRW-Gesundheitsministerium mit. Geimpft werden zunächst Männer und Frauen über 80. Sie werden von den Kassen per Brief informiert. Eine Terminvergabe sei ab 8 Uhr am Montag, 25. Januar unter den Rufnummern 116 117 sowie nur in Westfalen-Lippe auch unter 0800/116 117 02 sowie im Internet unter www.116117.de möglich. Das Impfzentrum des Kreises Paderborn ist in der Sälzerhalle in Salzkotten eingerichtet worden.

Weitere Informationen

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

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* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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