Ordnungsamt Altenbeken lobt kooperative Zusammenarbeit mit Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde Buke
„Konzept wird streng eingehalten“

Altenbeken -

Die Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde Buke soll angeblich bei ihrem Gottesdienst am Sonntag, 10. Januar, Corona-Auflagen wie Mindestabstand und Maskenpflicht nicht eingehalten haben. Das will ein Altenbekener beobachtet habe. Das Ordnungsamt Altenbeken hat keine Verstöße gegen das Hygieneschutzkonzept festgestellt und lobt die Zusammenarbeit.

Donnerstag, 14.01.2021, 02:41 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 02:50 Uhr
Die Evangeliums-Christen-Baptistengemeinde Buke feiert im Bethaus im Industriegebiet Buke ihre Gottesdienste. Dafür hat sie beim Ordnungsamt ein tragfähiges Hygienekonzept vorgelegt. Bereits im Fenster am Eingang sind alle Regeln ausgehängt.
Die Evangeliums-Christen-Baptistengemeinde Buke feiert im Bethaus im Industriegebiet Buke ihre Gottesdienste. Dafür hat sie beim Ordnungsamt ein tragfähiges Hygienekonzept vorgelegt. Bereits im Fenster am Eingang sind alle Regeln ausgehängt. Foto: Sonja Möller

Gegenüber dieser Zeitung merkte der Altenbekener zudem an, dass im Gottesdienst der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde laut gesungen worden sei. Ungefähr 200 Personen seien mit 35 Fahrzeugen angereist und hätten das Bethaus betreten, gab er an.

Dass die Polizei am Sonntag vor Ort war, bestätigte auf Anfrage Polizeisprecher Michael Biermann: „Es sind aber keine Maßnahmen durch die Polizei ergriffen worden“, sagte er. Hätte es Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen Schutzauflagen gegeben, so Biermann, wären die Beamten dem nachgegangen.

Zuständig für das Hygieneschutzkonzept ist das Ordnungsamt der Gemeinde Altenbeken. Mit der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde Buke gibt es ein schlüssiges und strenges Hygienekonzept, wie Marion Wessels auf Anfrage bestätigt: „Die Gemeinde steht in engem Kontakt mit dem Ordnungsamt. Die Zusammenarbeit ist vorbildlich und sehr kooperativ.“ Fast täglich gebe es Kontakt und die Baptistengemeinde passe ihre Gottesdienste immer wieder den neuen Vorgaben an, erläuterte Ordnungsamtsleiter Christian Bruns.

Laut Corona-Schutzverordnung in der Fassung, die am vergangenen Sonntag galt, müssen Kirchen und Religionsgemeinschaften Konzepte zum Schutz vor einer Infektion vorlegen, informiert Bruns: Vorgeschrieben sind zum Beispiel die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern, die Maskenpflicht auch am Sitzplatz während des gesamten Gottesdienstes, das Führen von Teilnehmerlisten zur Kontaktnachverfolgung und der Verzicht auf Gemeindegesang. Ausgenommen seien hier Solo-Darbietungen oder kleine Gesangsgruppen unter besonderen Abstandsbedingungen.

Die Baptisten-Gemeinde in Buke habe dem Ordnungsamt ein tragfähiges Konzept vorgelegt. Es gebe dazu einen regelmäßigen Austausch. Um das Hygienekonzept zu überprüfen, habe das Ordnungsamt Kontrollen und eine umfangreiche Besichtigung des Gebäudes durchgeführt, die zu keinen Beanstandungen geführt hätten, so Bruns.

„Die Konzeptvorgaben sowie die Regelungen aus Paragraf 1, Absatz 3 CoronaSchVO werden erfüllt. Wir haben uns selbst vor Ort ein Bild gemacht, auch unangemeldet. Alle halten sich an die Regeln. Es gibt keine Verstöße. Das Hygieneschutzkonzept wird streng eingehalten“, teilt Marion Wessels mit.

Die Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde Buke war trotz mehrmaliger Anfragen dieser Zeitung nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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