Corona-Lage im Kreis Paderborn am Montag: zwei Todesfälle in Delbrück – Inzidenzwert liegt bei 90
36 Neuinfektionen, zurzeit 625 aktive Fälle

Paderborn (WB/LaRo) -

Im Kreis Paderborn sind gegenüber dem Wochenende 36 weitere Corona-Infektionen bekannt geworden. Das meldet die Verwaltung am Montag (Stand, 11 Uhr). Bei den zwei Toten, die zuletzt im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben sind, handelt es sich den Angaben zufolge um zwei 90-Jährige aus Delbrück.

Montag, 18.01.2021, 12:46 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 15:44 Uhr
Eine FFP2-Maske (Symbolbild).
Eine FFP2-Maske (Symbolbild). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Wie bereits am Wochenende berichtet sind somit seit Pandemiebeginn 117 Menschen gestorben. Da 44 weitere Corona-Erkrankte eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 625 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (285), Delbrück (90), Borchen (67), Bad Lippspringe (43), Salzkotten (30), Altenbeken (28), Hövelhof (27), Bad Wünnenberg (20), Lichtenau (19) und Büren (16).

54 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 16 von ihnen intensivmedizinisch. 1587 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie berichtet – für den Zeitraum vom 11. bis zum 17. Januar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 90 aus (Datenstand, 18. Januar, 0 Uhr) – wie am Vortag auch. Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Für die einzelnen Kommunen werden keine offiziellen Werte veröffentlicht. Das WV hat auf Basis der vom Kreis gemeldeten Zahlen zur Veranschaulichung für jede Kommune eine Inzidenz errechnet (in Klammern die neuen Fälle der vergangenen sieben Tage): Altenbeken: 175,5 (16), Bad Lippspringe: 103,6 (17), Bad Wünnenberg: 57,3 (7), Borchen: 214,5 (29), Büren: 37,2 (8), Delbrück 130,9 (42), Hövelhof: 43,1 (7), Lichtenau: 66,3 (7), Paderborn: 93,3 (143), Salzkotten: 75,9 (19).In Borchen hatte, wie am Sonntag berichtet, einen Corona-Ausbruch in einem Heim gegeben.

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 5446 und die Zahl der Erkrankten, die als genesen gelten, 4704.

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Montagmorgen veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Sonntag, 17. Januar, 4426 Menschen geimpft worden. Davon sind 2074 Heimbewohner (47 Prozent) und 2352 Angehörige von Pflegeberufen (53 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht .

18. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie:.

18. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie:. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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