Landeszentrum für Gesundheit: Höxter wieder über 200 – Wert für NRW bei 111,1 – Münster liegt vorne
Sieben-Tage-Inzidenz sinkt im Kreis Paderborn auf 67,2

Paderborn (WB/LaRo) -

Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn ist erneut gesunken. Er liegt am Donnerstag bei 67,2. Das meldete am Morgen das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) mit Stand 0 Uhr. Am Vortag betrug der Wert 77 und vor einer Woche 97,8.

Donnerstag, 21.01.2021, 07:06 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 13:24 Uhr
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch auf der Verkaufsverkackung (Symbolbild).
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch auf der Verkaufsverkackung (Symbolbild). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Mittwoch 19 neue Fälle und für die vergangenen sieben Tage 207 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Der Kreis Paderborn hatte am Mittwoch den 119. Todesfall und 70 Neuinfektionen bekannt gegeben. Es scheinen beim LZG noch nicht alle vom Kreis gemeldeten Fälle eingerechnet worden zu sein. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Paderborner Verwaltung gemeldeten Fällen der vergangenen sieben Tage (287), ergibt sich ein Wert von 93,3 (Vortag: 91,3).

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Donnerstagmorgen bei 111,1 (Vortag: 113) und in Deutschland bei 119 (123,5) – das ist im Bund der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind groß. Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 104,1 (97) – Hochsauerlandkreis 96,6 (101,6) – Höxter 218,9 (196,1) – Lippe 132,9 (124,6) – Soest 73,2 (87,5). Münster liegt als einzige Kommune in NRW weiter unter der 50er Marke und verzeichnet einen erneut gesunkenen Wert – auf 38,1 (45).

Impfungen

Die kurzfristige Nachricht des NRW-Gesundheitsministeriums, dass vorübergehend keine Impfdosen mehr geliefert werden, hat am Mittwoch auch im Kreis Paderborn für Ärger und Enttäuschung gesorgt. „So kann man mit uns nicht umgehen“, ärgerte sich Dr. Gregor Haunerland, Bezirkschef der Ärztekammer und Leiter des Paderborner Impfzentrums, im Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT. Am Dienstagabend habe ihn die Information um 20.29 Uhr erreicht – mit sofortiger Wirkung. „Für die Kurzfristigkeit habe ich kein Verständnis“, sagte Haunerland.

Weil der Impfstoff fehlt, startet der Betrieb des Impfzentrums in der Sälzerhalle nicht am 1., sondern erst am 8. Februar. „Das ist ohne Frage bedauerlich, kann aber vorkommen“, stellte Haunerland mit Blick auf die Lieferprobleme des Herstellers Biontech fest. Nach Aussage des Kreises Paderborn wird die angekündigte Terminvergabe zur Impfung für die über 80-Jährigen wie geplant am Montag, 25. Januar beginnen. Die rund 17.400 über 80-Jährigen im Kreis Paderborn hätten unverändert die Möglichkeit, von kommender Woche an über die kostenlose Rufnummer 0800/116117-02 sowie die inzwischen be­kannte Internetadresse www.116117.de einen Termin zu vereinbaren.

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Donnerstag, 20. Januar, 4709 Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2163 Heimbewohner (46 Prozent) und 2546 Angehörige von Pflegeberufen (54 Prozent). Die Folgeimpfung haben bisher 215 Menschen erhalten, davon 143 Heimbewohner (67 Prozent) und 72 Angehörige von Pflegeberufen (33 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht.

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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