Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Dienstag: nun 126 Tote – 18 Neuinfektionen – derzeit 346 Menschen infiziert
Frau (57) aus Büren und Mann (80) aus Delbrück gestorben

Paderborn (WB/LaRo) -

Im Kreis Paderborn gibt es seit Pandemie-Beginn nun 126 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion. Am Dienstagnachmittag teilte der Kreis mit Stand 11 Uhr mit, dass eine Frau (57) aus Büren und Mann (80) aus Delbrück gestorben sind. 18 neuen Corona-Fällen stehen den Angaben zufolge 58 Menschen gegenüber, die eine akute Infektion überstanden haben.

Dienstag, 02.02.2021, 16:45 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 13:30 Uhr
Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten in einem Zimmer des besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald (Symbolbild).
Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten in einem Zimmer des besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald (Symbolbild). Foto: Jens Büttner/dpa

Demnach sind zurzeit offiziell 346 Menschen (Vortag: 388) mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (151), Salzkotten (56), Delbrück (34), Büren (26), Hövelhof (17), Borchen (14), Bad Wünnenberg (13), Altenbeken (13), Bad Lippspringe (13) und Lichtenau (9).

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie bereits berichtet – für den Zeitraum vom 26. Januar bis zum 1. Februar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 69,8 aus (Datenstand: 2. Februar, 0 Uhr). Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Vor einer Woche betrug der Wert 66,6, vor zwei Wochen 90,6 und vor drei Wochen noch 120,5.

Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Montag 5 und für die vergangenen sieben Tage 215 neue Fälle notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Der Kreis Paderborn hatte am Montag 49 Neuinfektionen bekannt gegeben. Es ist offensichtlich in die LZG-Zahlen* (sieht unten: Melde- und Übermittlungsverzug) aber noch nicht der Großteil der vom Kreis am Montag gemeldeten Fälle eingeflossen. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Kreisverwaltung gemeldeten Fällen desselben Zeitraums (260) ergibt sich eine Inzidenz von 84,5 – und den Dienstag einbezogen von 75,7. Das WV weist an dieser Stelle auf die Abweichung des Meldeverzugs hin, wenn sie groß ist.

47 Corona-Patienten werden laut Corona-Lagebericht des Kreises zurzeit im Krankenhaus behandelt, 22 von ihnen intensivmedizinisch. 1324 Menschen befinden sich in im vom Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 5.924 und die Zahl der Erkrankten, die eine akute Infektion überstanden haben und als genesen gelten, 5452.

Kitas in Delbrück und Paderborn geschlossen

Nachdem die Froschgruppe der Kita Abenteuerland an der Leipziger Straße in Delbrück in der vergangenen Woche aufgrund einer Corona-Erkrankung in Quarantäne geschickt wurde, sind nach Angaben der Stadt weitere Coronafälle aufgetreten. Daher ist die fünfgruppige Kita (95 Plätze) ab sofort vorsorglich komplett geschlossen. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt bis zur Bescheinigung durch das Gesundheitsamt des Kreises Paderborn.

In Paderborn-Sande wurden in der Katholischen Kita St. Marien mehrere Personen positiv auf den Coronavirus getestet. 21 Kinder und sieben pädagogische Mitarbeiter sind nach Angaben des Betreibers bis voraussichtlich 6. Februar unter Quarantäne gestellt worden. Weil beide Gruppen betroffen sind, wird die komplette Einrichtung vorübergehend geschlossen. Im Regelbetrieb betreuen neun Mitarbeiter 40 Kinder in zwei Gruppen.

Britische Corona-Variante in Lippe – alle Infizierten in Paderborn beschäftigt

Nachdem im Kreis Paderborn am vergangenen Donnerstag in zwei Fällen erstmals die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) nachgewiesen wurde, hat sich die Zahl der Infektionen mit dieser Mutation in Lippe auf sechs erhöht und alle sechs Infizierten sind demnach bei demselben Arbeitgeber im Kreis Paderborn beschäftigt.

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Montag, 1. Februar, 5210 Menschen geimpft (Vortag: 5200) worden (Erstimpfung). Davon sind 2348 (2348) Heimbewohner und 2862 (2852) Angehörige von Pflegeberufen. Die Folgeimpfung haben bisher 2502 (Vortag: 2335) Menschen erhalten, davon 1274 (1222) Heimbewohner und 1228 (1113) Angehörige von Pflegeberufen: www.corona-kvwl.de/impfbericht. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

2. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

2. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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