Nur wenig vereiste Straßen im Kreis Paderborn – Halle in Lichtenau eingestürzt – Warnung des DWD gilt bis 11 Uhr
Polizei: keine Glätteunfälle – Eisabwurf von Windkraftanlagen

Paderborn (WB/han/LaRo) -

Zwar lief der Verkehr auf den Straßen im Kreis Paderborn trotz verbreiteter Glätte Montag und Dienstag weitgehend störungsfrei, doch sorgte das Tauwetter an anderer Stelle für hohen Schaden: In Lichtenau stürzten am Morgen Teile einer 5000 Quadratmeter großen Lagerhalle ein. Verletzt wurde zum Glück niemand, allerdings beträgt der Schaden nach ersten Schätzungen 100.000 Euro.

Dienstag, 16.02.2021, 08:26 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 08:32 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Hoher Sachschaden entstand beim Einsturz eine Lagerhalle in Lichtenau am Dienstagmorgen.

Stellenweise waren Brücken vereist – wie zum Beispiel auf der B 68 bei Lichtenau-Grundsteinheim. Auf der K 26 Nach Willebadessen blieb ein LKW auf glatter Straße stecken.

Auf der K 37 bei Büren-Brenken fuhr sich ein Lkw in der Zufahrt zu einem Pendlerparkplatz fest und blockierte etwa eine Stunde die Einfahrt und die Straße. An der Pipinstraße in Paderborn wurden zwei geparkte Autos von Dachlawinen beschädigt.

Am späten Montagnachmittag stand in Paderborn Wasser auf der Fahrbahn der Leostraße. Gullis waren dort verstopft und das Tauwasser konnte nicht abfließen. Sie wurden freigeschaufelt.

Eis an Windrädern

Aus dem Raum Lichtenau wurde „Eisabwurf von Windkraftanlagen“ gemeldet. Biermann: „Schäden sind nicht bekannt geworden.“

Nach Auskunft von Sonya Harrison, Sprecherin des Unternehmens Westfalenwind, habe es sich dabei um ein großflächiges Phänomen gehandelt, von dem mehrere Anlagen betroffen gewesen seien. Eine Gefahr sei davon jedoch nicht ausgegangen. Denn moderne Windkraftanlagen seien mit intelligenter Technik ausgestattet, die dafür sorgt, dass sie sich bei Eisansatz automatisch selbstständig abschalten.

Ein Techniker schalte dann die eingebaute Heizung in den Rotorblättern ein, so dass das Eis abtauen könne. Dabei könnte zwar Eisbrocken senkrecht zu Boden fallen, allerdings nicht unkontrolliert umher fliegen, weil die Anlagen ja abgeschaltet seien. Erst wenn ein Mitarbeiter sich vor Ort davon überzeugt habe, dass kein Eis mehr vorhanden sei, würden die Anlagen wieder angefahren.

Es handele sich dabei um eine Ausnahmesituation, die nur bei seltenen Wetterverhältnissen vorkommen könne.

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