Die Coronalage im Kreis Paderborn am Mittwoch: 131. Todesfall – 52-Jähriger verstorben
Zahl der aktiven Fälle sinkt von 357 auf 210

Paderborn (WB/en/itz) -

In Paderborn ist ein 52-jähriger Mann an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Es ist der 131. Todesfall, den die Kreisverwaltung seit Beginn der Pandemie vermelden muss.

Mittwoch, 17.02.2021, 17:38 Uhr aktualisiert: 18.02.2021, 07:58 Uhr
Im Kreis Paderborn ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle auf 210 gesunken.
Im Kreis Paderborn ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle auf 210 gesunken. Foto: Jörn Hannemann

33 neuen Corona-Fällen steht am Mittwoch (11 Uhr) die hohe Zahl von 179 Erkrankten gegenüber, die eine akute Corona-Infektion überstanden haben. Derzeit sind daher nur noch 210 Menschen (Vortag: 357) mit dem Virus infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (102), Salzkotten (24), Hövelhof (24), Büren (22), Delbrück (11), Bad Lippspringe (9), Altenbeken (5), Lichtenau (5), Bad Wünnenberg (5) und Borchen (3).

35 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 16 von ihnen intensivmedizinisch. 902 Menschen befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6284 und die Zahl der Erkrankten, die als genesen gelten, 5943.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist für den Zeitraum vom 10. bis zum 16. Februar – wie bereits berichtet – eine Sieben-Tages-Inzidenz von 41,9 aus (Datenstand: 17. Februar, 0 Uhr). Am Dienstag lag der Wert bei 44,8. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“) ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Mittwoch bei 56,1 (Vortag: 56,2) und in Deutschland bei 57 (59). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 58,6 (53,7) – Hochsauerlandkreis 73,5 (73,5) – Höxter 57,0 (54,2) – Lippe 65,6 (60,4) – Soest 54,3 (55,3).

Impfbericht erweitert

Am Mittwoch hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ihren Impfbericht um Zahlen zu den Erst- und Folgeimpfungen in den Impfzentren erweitert. Demnach hat es im Impfzentrum des Kreises Paderborn, in der Salzkottener Sälzerhalle, bis einschließlich Dienstag, 16. Februar, 2064 Erstimpfungen und 15 Folgeimpfungen gegeben. Bis zum 28. Februar handelt es sich bei den Folgeimpfungen in den Impfzentren ausschließlich um Personen, die ihre Erstimpfung in stationären Pflegeeinrichtungen erhalten haben.

Durch mobile Teams sind bis einschließlich Dienstag 6658 Menschen (Vortag: 6553) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben davon bisher 5382 Menschen (5318) erhalten. Hinweis auf www.corona-kvwl.de/impfbericht: „Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Insofern finden Sie ab sofort in der Liste zu den Impfungen durch mobile Teams ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen (hierzu zählen neben den Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen z. B. auch ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste).“ Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weiterhin Probleme mit der Termin-Buchungssoftware

Die Probleme mit der Termin-Buchungssoftware der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) reißen nicht ab. Am Dienstag kamen mehrere Dutzend Impflinge zur Sälzerhalle nach Salzkotten, die zwar einen Buchungscode für ihre Corona-Impfung hatten, bei den Mitarbeitern des Impfzentrums selbst lag der Termin allerdings nicht vor. Die Folge: Es kam zu Warteschlangen, wie eine Paderbornerin berichtete. Sie war mit ihrer 84-jährigen Mutter vor Ort und entschied sich, unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu fahren. „Wir müssen uns nun erneut über das Buchungsprogramm um einen Termin bemühen“, sagte sie. Wann der zu bekommen ist? Das ist noch völlig unklar.

Der Leiter des Impfzentrums, Dr. Gregor Haunerland, war angesichts der Buchungspanne, die bei der KV verursacht worden sei, sehr darum bemüht, mit seinem Impfteam das Problem zu lösen. „Wir werden keinen nach Hause schicken“, kündigte der Mediziner an. Er könne die Verärgerung sehr gut verstehen.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am 17. Februar.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am 17. Februar. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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