Mehr als 100 Interessenten auf der Warteliste in Altenbeken
Neues Bauland geplant

Altenbeken-Schwaney -

Nachdem in den 2000er Jahren das Neubaugebiet „Drillers Wiese“ mit rund 60 Bauplätzen ausgewiesen wurde, gab es in den Folgejahren bis heute nur vereinzelte kleinere Gebiete, die die Gemeinde Altenbeken zum Bau von Einfamilienhäusern anbieten konnte. Das führt nach Ansicht der Gemeinde derzeit zu einem enormen Druck auf dem Grundstücksmarkt. Viele Bauwillige fänden kein Baugrundstück und könnten ihren Traum vom Eigenheim nicht realisieren. Eine Änderung im Flächennutzungsplan soll dies ändern.

Dienstag, 23.02.2021, 03:00 Uhr
Willkommen in Schwaney: Mit neuem Bauland möchte der Ort neue Bürger anlocken.
Willkommen in Schwaney: Mit neuem Bauland möchte der Ort neue Bürger anlocken.

Die Mehrzahl der Bauwilligen seien junge Menschen und Familien aus der Gemeinde. In der Verwaltung wird dazu eine Interessentenliste mit derzeit mehr als 100 Bauwilligen geführt.

Bislang sei es für die Gemeinde sehr schwer, neues Bauland anzubieten, da es rechtlich nicht einfach so möglich sei, „auf einer grünen Wiese“ zusätzliches Bauland auszuweisen. Das liege daran, dass im Gemeindegebiet private Baulücken und -flächen mit einer Gesamtgröße von rund 30 Hektar verfügbar sind, die laut Bezirksregierung zunächst geschlossen werden müssten.

Intensive Gespräche mit der Bezirksregierung hätten ergeben, dass eine Neuausweisung von Bauland nur dann möglich wäre, wenn an anderer Stelle im Flächennutzungsplan ausgewiesene Wohnbauflächen etwa im Verhältnis 1:2 zurückgenommen würden. Eine Neuausweisung von Bauland bedeutet zunächst, dass im Flächennutzungsplan eine Grünfläche in eine Fläche zum Wohnen umgewandelt werden muss. Entsprechend müssten bei einer Rücknahme im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Wohnflächen in Grünland umgewandelt werden.

Eine mögliche, etwa 13.000 Quadratmeter große Fläche zur Neuausweisung von Bauland könnte eine nordwestliche Erweiterung des Baugebietes Rotenbach in Schwaney sein. Für eine Rücknahme käme ein Teilstück einer Wohnbaufläche in Buke in Betracht. Die Verwaltung hatte die Rücknahme dieses Teilstückes vorgeschlagen, weil eine Bebauung aufgrund der Lärmimmissionen der B 64 nahezu ausgeschlossen bzw. extrem unwirtschaftlich ist.

Im Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung gab es ein einstimmiges Votum. Jetzt hat sich auch der Rat dem angeschlossen, so dass die Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht werden könne. Allerdings werde es mindestens drei Jahre dauern, bis tatsächlich in Schwaney gebaut werden kann, heißt es abschließend.

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