Die Coronalage am Montag: ein weiterer Todesfall – 84-jähriger Mann aus Delbrück verstorben
Südafrikanische Mutation erstmals im Kreis Paderborn nachgewiesen

Paderborn -

Im Kreis Paderborn ist zum ersten Mal – und das in zwei Fällen – die südafrikanische Mutation des Coronavirus (B1.351) nachgewiesen worden. Das meldet die Kreisverwaltung in ihrem Lagebericht am Montag. Die Kontakte der beiden Infizierten werden nachverfolgt und ebenfalls unter Quarantäne gesetzt. Mit der britischen Variante, die bislang 79-mal nachgewiesen wurde, sind aktuell 36 Personen im Kreis infiziert.

Montag, 01.03.2021, 17:40 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 19:06 Uhr
Bei zwei Infizierten ist im Kreis Paderborn die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.
Bei zwei Infizierten ist im Kreis Paderborn die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Foto: imago

Zudem gibt es neben 30 neuen Corona-Fällen (Stand: Montag, 11 Uhr) den 136. Todesfall seit dem Beginn der Pandemie: Ein 84-jähriger Mann aus Delbrück ist an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt sind derzeit 262 Menschen im Kreis Paderborn mit dem Coronavirus infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (100), Büren (47), Hövelhof (32), Bad Wünnenberg (17), Bad Lippspringe (16), Delbrück (14), Salzkotten (12), Borchen (10), Lichtenau (7) und Altenbeken (7).

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6524, die der Corona-Erkrankten, die eine akute Infektion überstanden haben und als genesen gelten, liegt weiterhin bei 6126. 38 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, von denen 19 intensivmedizinisch behandelt werden müssen. 876 Menschen im Kreis Paderborn befinden sich in Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist für den Zeitraum vom 22. bis 28. Februar – wie bereits berichtet – eine Sieben-Tages-Inzidenz von 37,7 aus (Datenstand: 1. März, 0 Uhr). Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“) ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen, also Einschränkungen oder Lockerungen, geht.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Montag bei 64,4 und in Deutschland bei 65,8. Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 60 – Hochsauerlandkreis 90,5 – Höxter 49,2 – Lippe 44 – Soest 51,7.

Impfzahlen

In der vergangenen Woche sind 2236 Menschen im Kreis Paderborn geimpft worden, für 1010 davon war es bereits die vorgeschriebene Zweitimpfung. Insgesamt sind im Kreis Paderborn bereits 15.070 Menschen geimpft worden. Davon haben 6681 ihre Zweitimpfung erhalten und den vollständigen Schutz aufgebaut. Deutlich zugenommen habe die Akzeptanz von Astrazeneca, heißt es. „Anfangs konnten wir für die Zeiträume, die wir für die Impfung mit Astrazeneca reserviert hatten, nur im Schnitt 30 Leute gewinnen. In den vergangenen Tagen waren es im Schnitt 180. Am kommenden Donnerstag haben wir sogar 840 Termine für Astrazeneca“, sagt Dr. Gregor Haunerland, der ärztliche Leiter im Impfzentrum. Für März sind zum Stand heute noch keine weiteren Lieferungen von AstraZeneca durch das zuständige Ministerium angekündigt worden. „Daher können wir die noch vorhandenen Impfdosen an die impfberechtigten Personen verimpfen und behalten keinen Impfstoff übrig“, so Haunerland.

Erstmals wird in dieser Woche im Kreis Paderborn auch mit dem Impfstoff des US-Unternehmen Moderna geimpft. Dabei handelt es sich wie bei dem Impfstoff Bionttech/Pfizer um einen mRNA-Impstoff. „Damit steht uns ein dritter Impfstoff zur Verfügung. Auch wenn dieser bisher nur in geringen Dosen geliefert wurde, zeigt es doch, dass es weiter vorangeht“, erklärt Landrat Christoph Rüther. 250 Dosen von Moderna wurden an den Kreis Paderborn geliefert. Er wird nun an Personen über 80 Jahren, die in Einrichtungen der Tagespflege betreut werden, verimpft.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am 1. März.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am 1. März. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 22. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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