Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag: 20 neue Fälle – Inzidenz bei 41,9 – positiver Test in Kirchborchener Kita
218 Menschen zurzeit offiziell infiziert

Paderborn/Borchen (WB/LaRo) -

Der Kreis Paderborn meldet am Freitag in seinem Corona-Lagebericht 20 neue Fälle (Stand 11 Uhr). Da elf weitere Erkrankte eine Infektion überstanden habe, sind derzeit 218 Menschen im Kreis Paderborn offiziell mit dem Coronavirus infiziert.

Freitag, 05.03.2021, 14:49 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 08:32 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (82), Bad Wünnenberg (32), Büren (29), Bad Lippspringe (21), Delbrück (16), Hövelhof (15), Borchen (8), Salzkotten (6), Altenbeken (5) und Lichtenau (4). Die Kreisverwaltung hatte am Donnerstag (Stand 11 Uhr) den 137. Todesfall und 20 Neuinfektionen bekannt gegeben.

41 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 17 von ihnen intensivmedizinisch. 1113 Menschen im Kreis Paderborn befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6617, die der Erkrankten, die eine akute Infektion überstanden haben und als genesen gelten, liegt bei 6262.

In der Kath. KiTa St. Michael in Kirchborchen wurde eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Es wurden insgesamt 23 Kinder und drei Mitarbeiter aus einer der drei Gruppen für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Das teilte der Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden Hochstift Paderborn am Freitag mit. In den drei Kita-Gruppen werden insgesamt 57 Kinder von elf Mitarbeitern betreut.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie berichtet – für den Zeitraum 26. Februar bis 4. März eine offizielle Sieben-Tages-Inzidenz von 41,9 aus (Datenstand: 5.3., 0 Uhr). Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“).

1900 Impfdosen für neue Impfberechtigen

Das Land NRW hat von Montag, 8. März, an weitere Gruppen zur priorisierten Impfung freigegeben. Dazu gehören insbesondere Kitabetreuer, Kindertagespflegepersonen, Lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen sowie Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen.

Allein im Bereich der Kitas und Schulen sind nun 300 Einrichtungen im Kreisgebiet mit rund 7500 impfberechtigten Personen zur Impfung zugelassen. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Sie werden zum einen im Impfzentrum in Salzkotten und zum anderen dezentral in Gruppenterminen geimpft. Die Einrichtungen werden vom Kreis angeschrieben und erhalten einen Termin. Für nächste Woche stehen dem Kreis für diese Berufsgruppen 1890 Dosen Astrazeneca zur Verfügung. Insgesamt sind für die nächsten drei Wochen 4500 Dosen Astrazeneca vom Land angekündigt.

5. März 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

5. März 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Corona-Ausbruch in Aatalklinik

Nach dem erneuten Corona-Ausbruch in der Bad Wünnenberger Aatalklinik erklärte Geschäftsführer Dr. Markus Küthmann, dass von dem Infektionsgeschehen ausschließlich der Reha-Bereich der Klinik betroffen sei. Die Bewohner des angegliederten Pflegeheims mit 40 Betten seien mittlerweile geimpft. Todesfälle in Folge des Ausbruchs habe es bisher nicht gegeben. Wie der Kreis bestätigt hat, sind nach aktuellem Kenntnisstand 59 Patienten und 23 Mitarbeiter infiziert. Zurzeit würden unabhängig von Symptomen alle Mitarbeiter und Patienten einem PCR-Test unterzogen. Insgesamt gehe es um 400 Tests.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Freitag bei 63,9 (62,8) und in Deutschland bei 65,4 (64). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 47,4 (51,2) – Hochsauerlandkreis 89,3 (88,2) – Höxter 48,5 (50,6) – Lippe 45,2 (43,7) – Soest 60,3 (63).

Impfzahlen

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat Mitte Februar ihren Impfbericht um Zahlen zu den Erst- und Folgeimpfungen in den Impfzentren erweitert. Demnach hat es im Impfzentrum des Kreises Paderborn, in der Salzkottener Sälzerhalle, bis einschließlich Donnerstag, 4. März, 7064 Erstimpfungen (Mittwoch: 6610) und 275 (268) Folgeimpfungen gegeben. Bis zum 28. Februar handelt es sich bei den Folgeimpfungen in den Impfzentren ausschließlich um Personen, die ihre Erstimpfung in stationären Pflegeeinrichtungen erhalten haben.

Durch mobile Teams sind bis einschließlich Donnerstag 7280 Menschen (7225) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben davon bisher 5951 Menschen (5951) erhalten. Hinweis auf www.corona-kvwl.de/impfbericht: „Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Insofern finden Sie ab sofort in der Liste zu den Impfungen durch mobile Teams ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen (hierzu zählen neben den Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen z. B. auch ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste).“ Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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