Di., 19.01.2016

Welle-Möbel liegt nach Insolvenz in Eigenverwaltung über Plan Neustart mit flexiblen Ideen

Neu ist bei Welle der begehbare Kleiderschrank »Ineo«, den Marketingchefin Caroline Mölling hier in einer Variante von innen zeigt.

Neu ist bei Welle der begehbare Kleiderschrank »Ineo«, den Marketingchefin Caroline Mölling hier in einer Variante von innen zeigt. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Bernhard Hertlein

Köln/Bad Lippspringe (WB). Welle hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Am 1. September 2015 wurde der Bad Lippspringer Möbelhersteller aber aus der Insolvenz in Eigenverwaltung wieder in die Selbstständigkeit entlassen.

Welle-Chefin Anna Sommermeyer-Rickert posiert – mit Babybauch – in einem Kinderzimmer. Foto: Mike-Dennis Müller

 »Wesentliche Punkte des Sanierungsprogramms sind umgesetzt«, sagte Geschäftsführerin Anna Sommermeyer-Rickert am Montag bei der Internationalen Möbelmesse in Köln. Die nach der Schließung der Produktionsstandorte Paderborn und Detmold verbliebenen 580 Mitarbeiter in Lippspringe, Alsfeld und bei der eigenen Howelpa-Spedition in Paderborn erzielten einen zwar reduzierten, aber über Plan liegenden Umsatz von 75 Millionen Euro. »Das ist auch unser Mindestziel für 2016.« Die Exportquote liegt stabil bei 25 Prozent.

Auf großes Interesse stieß gestern bei Einkaufsgruppen vor allem das »Kleiderschrankwunder«. Dessen Breite ist in Fünf-Zentimeter-Schritten frei wählbar. In der Praxis gebe es bei den Kunden keine bevorzugte Breite. »Das zeigt, dass diese Individualisierung gefragt ist«, erklärt Sommermeyer-Rickert. 

Neu ist bei Welle der begehbare Kleiderschrank »Ineo«. In der kleinsten Variante hat er laut Marketingchefin Caroline Mölling sogar in einem nur 3,50 mal 3,80 Meter großen Schlafzimmer Platz. Größere Versionen bieten natürlich auch mehr Stauraum.

Der Anteil des Schlafzimmermöbel-Umsatzes lag 2015 nur knapp vor Büromöbeln, was Sommermeyer-Rickert zufolge an der Sonderkonjunktur der Büromöbel liegt. Die Geschäftsführerin zeigt sich aktuell gern mit Kindermöbel – auch weil sie selbst in drei Wochen Mutter wird. Sommermeyer-Rickert führt Welle gemeinsam mit Waldemar Bauer. Sie ist die Tochter des Miteigentümers Karl Sommermeyer, der zugleich beim Polstermöbelhersteller Himolla (Taufkirchen) Geschäftsführer ist. Himolla gehört zur Welle-Holding, die mit dem Möbelhersteller Welle aber seit einer früheren Insolvenz nicht mehr verbunden ist.

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