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Do., 07.09.2017

Lesereihe endet: Christiane Höhmann, Friedo Petig und Jürgen Reitemeier im Gespräch Mord und Totschlag zum Finale

Gelungener Abschluss der WESTFALEN-BLATT-Lesereihe bei der Landesgartenschau in Bad Lippspringe: (von links) Jürgen Reitemeier, Verlagsleiterin Gabriele Förster, Friedo Petig, Redaktionsleiter Ingo Schmitz sowie Christiane Höhmann.

Gelungener Abschluss der WESTFALEN-BLATT-Lesereihe bei der Landesgartenschau in Bad Lippspringe: (von links) Jürgen Reitemeier, Verlagsleiterin Gabriele Förster, Friedo Petig, Redaktionsleiter Ingo Schmitz sowie Christiane Höhmann. Foto: Jörn Hannemann

Bad Lippspringe (WB/itz). Das ist sie gewesen: Die fünfte und damit bereits letzte Autorenlesung des WESTFALEN-BLATTES auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Zum Mord-Dienstag unter dem Titel »Blumenpracht und Mordidyll« kamen erneut mehr als 70 Zuhörer in den LGS-Lesegarten des Zeitungsverlages.

Die Gäste erlebten einen Abend voller Spannung und Humor. Die Paderborner Schriftstellerin und ehemalige Lehrerin Christiane Höhmann, der lippische Landwirt Friedo Petig und der Detmolder Autor Jürgen Reitemeier stellten sich dabei den Fragen von Ingo Schmitz, Redaktionsleiter beim WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT. Der fühlte den Mitautoren des LGS-Krimi-Projekts »Blumenpracht und Mordidyll« auf den Zahn.

Heldin ermittelt im Urlaub

Christiane Höhmann las aus ihrem Kurzkrimi »Unkraut« vor und bekannte, dass sie nie ihre Berufsentscheidung bereut habe – wobei sie in 25 Jahren als Lehrerin sicher auch so manchen Krimi mit einigen wenigen Schülern erlebt habe, um sie zum Schulabschluss zu bringen. Um schriftstellerisch tätig werden zu können, hat sich Christiane Höhmann ein kleines Feriendomizil in einer Hütte geschaffen. In der Nähe zur Weser lasse sie sich für ihre Geschichten von der Landschaft, Wälder und Seen inspirieren. Auch aktuell ist Christiane Höhmann fleißig: Ein neuer Anne-Schall-Krimi ist fertig. Die Heldin, eine pensionierte Kriminalkommissarin aus Bielefeld, wird in ihrem Urlaub in Dublin in ein Verbrechen verwickelt.

Bei »Sechs aus 49« werden Morde detailreich geschildert

Dann trat Friedo Petig vor das Publikum. Als Landwirt kümmert er sich um den Erhalt alter Schweinerassen. Und wenn er nicht im Stall oder auf dem Acker arbeitet, dann reimt das lippische Multitalent und tritt als Poetry Slammer auf. Sein bitterböser schwarzer Humor kam beim Publikum an. Der Vortrag von zwei kurzen Versen sorgte für pures Vergnügen. Eine Premiere erlebte das Publikum außerdem bei der Lesung aus dem nagelneuen Petig-Krimi »Sechs aus 49«. Das Buch, das erst seit wenigen Tagen auf dem Markt ist, ist gewürzt mit zahlreichen brutalen Morden. Die Opfer sind Landwirte – die letzten sechs von ehemals 49 in einem lippischen Dorf. Die detailreichen Schilderungen der Morde hinterließen Eindruck beim Publikum. Keine Frage: Der neue Petig ist zwar nichts für Zartbesaitete, aber garantiert derben Spaß und Spannung.

Jürgen Reitemeier, der »Vater« des LGS-Krimiprojekts »Blumenpracht und Mordidyll«, bildete den Abschluss der Lesung. Im Interview lobte er die 20 Autoren, die alle diszipliniert mitgewirkt hätten. »Ich habe keine Lieblingsgeschichte und es gibt auch Geschichten in dem Buch, die ich persönlich nicht so gut finde. Ich meine aber, das genau das den Reiz ausmacht. Jeder Leser hat schließlich einen anderen Geschmack«, erklärte Reitemeier.

Schon 18 Krimis geschrieben

Diese Meinung vertrete auch sein Co-Autor Wolfram Tewes, mit dem er schon etliche Lippekrimis geschrieben hat. Der 18. ist gerade fertig und wird in wenigen Wochen erscheinen. »Diesmal geht es um die so genannten Freistaatler«, kündigte Reitemeier an. Bekanntlich erkennen diese Menschen die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland nicht an und schaffen ihre eigenen Gesetze und Dokumente. Der neue Reitemeier/Tewes trägt den Arbeitstitel »Alles Lüge«.

Das Kurzkrimi-Buch sei übrigens absolut einmalig und eine Premiere für eine Landesgartenschau, betonte der Autor aus Detmold. Das Interesse an dem Werk gehe weit über Ostwestfalen-Lippe hinaus – Nachahmer seien nicht ausgeschlossen. Er dankte dem WESTFALEN-BLATT für die Unterstützung und las dann seine »Trollenspeisung« vor – in Anlehnung an die phantastische LGS-Spielplatzwelt.

15 Autoren an fünf Abenden

Moderator Ingo Schmitz dankte noch einmal allen 15 Autoren, die sich in den vergangenen fünf Monaten an den Lesungen beteiligt hatten. Dies waren Sascha Gutzeit, Raiko Relling, Sabine Trinkaus, Mechthild Borrmann, Meike Messal, Thomas Breuer, Wolfram Tewes, Kathrin Heinrichs, Robert C. Marley, Joachim Peters, Jürgen Siegmann und Andrea Gehlen sowie Christiane Höhmann, Friedo Petig und Jürgen Reitemeier.

  • Wer das Krimibuch »Blumenpracht und Mordidyll« noch nicht hat, wird in allen WESTFALEN-BLATT-Geschäftsstellen und im Buchhandel fündig.

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